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| © HörbuchHamburg |
| Solveig-Marie Kastner |
Verlag: USM Audio 2026
Dauer: 14 h : 11 min
Dauer: 14 h : 11 min
ASIN: B0G4SKH37T
Sprecher: Nina-Zofia Amerschläger, Martin Krah, Lisa Cardinale
MEINE BEWERTUNG
- ★★★★★-
Einige gelungene Ideen, leider ohne Fokus
Sprecher: Nina-Zofia Amerschläger, Martin Krah, Lisa Cardinale
MEINE BEWERTUNG
- ★★★★★-
Ein Sommerjob an der Algarve führt Mia und Yanis in ein luxuriöses Resort, das mit traumhafter Kulisse und exklusiven Partys lockt. Zwischen den beiden entwickelt sich schnell eine zarte Annäherung. Die anfängliche Leichtigkeit weicht bald einer gedrückten Stimmung. Als sich rätselhafte Vorfälle häufen und eine Leiche entdeckt wird, zeigt sich, dass das Paradies düstere Seiten verbirgt.
Im Frühling und Frühsommer greife ich mittlerweile ausgesprochen gern zu sommerlichen Popcorn-Thrillern. Damit meine ich spannende Geschichten, die Urlaubsstimmung versprühen, an sonnigen Schauplätzen spielen und sich leicht weglesen lassen. Genau deshalb ist mir „Summer Heat“ sofort ins Auge gefallen. Ein luxuriöses Resort an der Algarve, geheimnisvolle Ereignisse und düstere Machenschaften im Hintergrund klangen für mich nach einer perfekten Mischung.
Mia beginnt ihre Arbeit in dieser exklusiven Anlage. Schnell wird deutlich, dass sie nicht wegen des Jobs dort ist. Sie verfolgt ein eigenes Ziel und hält ihre wahren Beweggründe bewusst geheim. Als Leser begleitet man sie bei ihren Streifzügen durch die Räumlichkeiten und lernt die Kolleginnen und Kollegen kennen. Dabei bekommt man ein gutes Bild vom Resort und seiner traumhaften Umgebung. Genau hier hatte ich mit dem Roman teilweise keine Freude. Über weite Strecken hatte ich das Gefühl, dass die Handlung einfach nicht in Gang kommen wollte. Mia erkundet das Gelände, absolviert ihren Arbeitsalltag, schreibt Nachrichten mit Barkeeper Yanis oder verbringt Zeit mit ihm. Dazwischen bleibt vieles bewusst vage, vermutlich damit gewisse Enthüllungen nicht zu früh vorweggenommen werden. Für meinen Geschmack zog sich dieser Teil jedoch deutlich zu lange. Ich wartete ständig darauf, dass endlich etwas passiert.
Umso überraschter war ich, als die Autorin die Geschichte mit einem Perspektivenwechsel plötzlich komplett auf den Kopf stellte. Ich musste sogar etwas zurückgehen, weil ich für einen Moment glaubte, etwas übersehen zu haben. Dieser erzählerische Bruch ist Solveig-Marie Kastner wirklich hervorragend gelungen. Auf einmal stellte ich alles infrage, was ich zuvor gelesen hatte, und war wieder mit voller Aufmerksamkeit dabei. Solche Momente liebe ich in Thrillern.
Leider hielt dieses Hochgefühl nicht lange an. Kurz darauf verlagerte sich der Schwerpunkt erneut. Statt den Spannungsfaden konsequent weiterzuspinnen, rückten auf einmal mehrere sehr explizite Sexszenen in den Vordergrund, die für mich weder zur bisherigen Atmosphäre noch zur eigentlichen Geschichte passen wollten. Auch weitere Handlungsstränge kamen hinzu und ich fragte mich immer häufiger, welches Buch ich eigentlich gerade lese. Liebesgeschichte, Familiendrama, Erotikroman, Krimi oder Thriller? Für mich wollte das alles nicht richtig zusammenfinden.
Dabei steckt durchaus Potential in der Grundidee. Die Ereignisse rund um das Resort, die dunklen Geheimnisse hinter der luxuriösen Fassade und die kriminellen Machenschaften hätten reichlich Stoff für einen fesselnden Thriller geboten. Vieles davon wird allerdings erst spät aufgegriffen oder von anderen Erzählsträngen überlagert, sodass die eigentliche Spannung für mich immer wieder verloren ging.
Auch Mia blieb für mich zwiespältig. Grundsätzlich ist sie eine sympathische junge Frau, gleichzeitig fiel mir auf, wie schnell sie andere Menschen verurteilt. Vor allem wohlhabenden Gästen begegnet sie häufig mit spürbaren Vorurteilen. Manche ihrer Gedanken konnte ich nachvollziehen, andere erschwerten mir stellenweise den Zugang zu ihrer Figur.
„Summer Heat“ war für mich eine eher enttäuschende Lektüre. Die Geschichte besitzt einige gelungene Ideen und der überraschende Perspektivenwechsel hat mir ausgesprochen gut gefallen. Insgesamt fehlte mir jedoch ein klarer Fokus. Lange Leerlaufphasen, zu viele unterschiedliche Baustellen und eine Handlung, die sich für meinen Geschmack zu selten wirklich entfalten durfte, sorgten dafür, dass mich der Roman nicht packen konnte. Am Ende bleibt deshalb das Gefühl, dass hier deutlich mehr möglich gewesen wäre.
Im Frühling und Frühsommer greife ich mittlerweile ausgesprochen gern zu sommerlichen Popcorn-Thrillern. Damit meine ich spannende Geschichten, die Urlaubsstimmung versprühen, an sonnigen Schauplätzen spielen und sich leicht weglesen lassen. Genau deshalb ist mir „Summer Heat“ sofort ins Auge gefallen. Ein luxuriöses Resort an der Algarve, geheimnisvolle Ereignisse und düstere Machenschaften im Hintergrund klangen für mich nach einer perfekten Mischung.
Mia beginnt ihre Arbeit in dieser exklusiven Anlage. Schnell wird deutlich, dass sie nicht wegen des Jobs dort ist. Sie verfolgt ein eigenes Ziel und hält ihre wahren Beweggründe bewusst geheim. Als Leser begleitet man sie bei ihren Streifzügen durch die Räumlichkeiten und lernt die Kolleginnen und Kollegen kennen. Dabei bekommt man ein gutes Bild vom Resort und seiner traumhaften Umgebung. Genau hier hatte ich mit dem Roman teilweise keine Freude. Über weite Strecken hatte ich das Gefühl, dass die Handlung einfach nicht in Gang kommen wollte. Mia erkundet das Gelände, absolviert ihren Arbeitsalltag, schreibt Nachrichten mit Barkeeper Yanis oder verbringt Zeit mit ihm. Dazwischen bleibt vieles bewusst vage, vermutlich damit gewisse Enthüllungen nicht zu früh vorweggenommen werden. Für meinen Geschmack zog sich dieser Teil jedoch deutlich zu lange. Ich wartete ständig darauf, dass endlich etwas passiert.
Umso überraschter war ich, als die Autorin die Geschichte mit einem Perspektivenwechsel plötzlich komplett auf den Kopf stellte. Ich musste sogar etwas zurückgehen, weil ich für einen Moment glaubte, etwas übersehen zu haben. Dieser erzählerische Bruch ist Solveig-Marie Kastner wirklich hervorragend gelungen. Auf einmal stellte ich alles infrage, was ich zuvor gelesen hatte, und war wieder mit voller Aufmerksamkeit dabei. Solche Momente liebe ich in Thrillern.
Leider hielt dieses Hochgefühl nicht lange an. Kurz darauf verlagerte sich der Schwerpunkt erneut. Statt den Spannungsfaden konsequent weiterzuspinnen, rückten auf einmal mehrere sehr explizite Sexszenen in den Vordergrund, die für mich weder zur bisherigen Atmosphäre noch zur eigentlichen Geschichte passen wollten. Auch weitere Handlungsstränge kamen hinzu und ich fragte mich immer häufiger, welches Buch ich eigentlich gerade lese. Liebesgeschichte, Familiendrama, Erotikroman, Krimi oder Thriller? Für mich wollte das alles nicht richtig zusammenfinden.
Dabei steckt durchaus Potential in der Grundidee. Die Ereignisse rund um das Resort, die dunklen Geheimnisse hinter der luxuriösen Fassade und die kriminellen Machenschaften hätten reichlich Stoff für einen fesselnden Thriller geboten. Vieles davon wird allerdings erst spät aufgegriffen oder von anderen Erzählsträngen überlagert, sodass die eigentliche Spannung für mich immer wieder verloren ging.
Auch Mia blieb für mich zwiespältig. Grundsätzlich ist sie eine sympathische junge Frau, gleichzeitig fiel mir auf, wie schnell sie andere Menschen verurteilt. Vor allem wohlhabenden Gästen begegnet sie häufig mit spürbaren Vorurteilen. Manche ihrer Gedanken konnte ich nachvollziehen, andere erschwerten mir stellenweise den Zugang zu ihrer Figur.
„Summer Heat“ war für mich eine eher enttäuschende Lektüre. Die Geschichte besitzt einige gelungene Ideen und der überraschende Perspektivenwechsel hat mir ausgesprochen gut gefallen. Insgesamt fehlte mir jedoch ein klarer Fokus. Lange Leerlaufphasen, zu viele unterschiedliche Baustellen und eine Handlung, die sich für meinen Geschmack zu selten wirklich entfalten durfte, sorgten dafür, dass mich der Roman nicht packen konnte. Am Ende bleibt deshalb das Gefühl, dass hier deutlich mehr möglich gewesen wäre.
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