Samstag, 15. Februar 2014

Rezension: Das Haus - Mark Z. Danielewski


© Klett-Cotta Verlag

Meine Bewertung ★★★☆☆



Short facts


Titel: Das Haus

AutorIn: Mark Z. Danielewski
Verlag: Klett-Cotta 2007
Seiten: 768
ISBN: 978-3-608-93777-0


Bizarre Leseerfahrung


Der Pulitzerpreisträger Will Navidson zieht mit seiner Frau und den Kindern in das Haus und filmt den Einzugs- und Familienalltag für eine Dokumentation. Auf einmal verfügt das Haus über Räume, die es eigentlich laut Grundriss nicht haben sollte. Diese Räume dehnen sich noch dazu immer weiter aus und das Haus entwickelt ein grausiges Eigenleben.


Das Haus ist ein Buch über einem Film in einem Buch und in drei Erzählstränge gegliedert: 



Der alte, blinde Zampano hatte Unterlagen zum Navidson Record - diesem Dokumentarfilm - zusammengetragen und an einem Buch gearbeitet, bis er verstarb.

Der dem Drogenkonsum sehr zugeneigte Johnny Truante entwickelt den Zwang dieses Buch fertig zu stellen.
Anhand seiner Bemühungen wird der Leser mit dem Navidson Record und den Ereignissen im Haus vertraut.

Wenn man sich mit diesem Buch beschäftigt wird man in ein Labyrinth gesogen und findet nur schwer wieder heraus.

Zampanos Teil besteht aus den Ereignissen im Haus (hier sei angemerkt, dass ein Blinder einen Dokumentarfilm schildert!), wissenschaftlichen Abhandlungen, Gedichten, Interviews und dies auch noch in verschiedensten Sprachen.

Johnny Truante beschreibt seitenweise seine Bemühungen, den Alltag, seine Meinungen und Befürchtungen anhand von seitenlangen Fußnoten.



Richtig bizarr wird es, wenn man sich nach und nach durch die Aufmachung des Buches kämpft. Manche Seiten sind verkehrt herum beschrieben, manchmal braucht man einen Spiegel, andere Seiten sind so vollgeschrieben, dass man sich erst einmal orientieren muss, andere Abschnitte sind durchgestrichen, dann hat man es wieder seitenweise mit diversen Namen zutun, man trifft leere Seiten, dann gibt es nur ein Wort oder mehrere Buchstaben, … usw. Man muss das Buch drehen, wenden, blättert manchmal rasch durch oder sitzt stockend vor einem Rätsel.



Zu guter Letzt kann ich nicht einmal sagen, ob es mir gefallen hat. Es ist auf jeden Fall das bizarrste Buch, das ich je gelesen habe, und ich habe absolut keine Ahnung, was mir der Autor damit sagen will.


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