Sonntag, 2. Juli 2023

Rezension: Gwendys letzte Aufgabe - Stephen King & Richard Chizmar

Gwendys letzte Aufgabe - Stephen King & Richard Chizmar
© Heyne
Gwendys letzte Aufgabe
| Stephen King & Richard Chizmar |

Verlag: Heyne Verlag 2022
Seiten: 352 
ISBN: 978-3453426382

MEINE BEWERTUNG 

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Vom Geschenk des Lebens

Gwendy ist mittlerweile in einem hohen Amt und beschäftigt sich mit Klimafragen. Offiziell tritt sie hierfür eine weite Reise an. Nur sie weiß, dass ihre Mission im Grunde dem Wunschkasten gilt.

„Gwendys letzte Aufgabe“ ist der Abschlussband der Gwendy-Trilogie von Stephen King und Richard Chizmar. Bei dieser Reihe ist es, meiner Meinung nach, äußerst wichtig, die korrekte Reihenfolge einzuhalten, damit man das Geschehen im Gesamtkontext versteht.

Gwendy ist eine ältere Frau, die nach wie vor fest im Leben steht. Als Politikerin hat sie sich einen Namen gemacht und ist nun mit Klimafragen betraut. Hierfür tritt sie aus wissenschaftlichen Gründen eine lange Reise an, die letztendlich erneut dem mysteriösen Wunschkasten dient.

Im Zentrum der Handlung steht Gwendy als Person, obwohl die Versuchung des Wunschkastens stets spürbar ist. 

Der:die Leser:in wird Gwendys Abreise beschrieben, um in einem gedanklichen Exkurs der Protagonistin zu erfahren, wie sie hierher gekommen ist. Dabei blickt sie auf ihr Leben zurück, auf die Etappen, die sie an diesen Punkt brachten, und die Hindernisse, welche ihr durch die Macht des Wunschkastens im Wege stehen.

Gwendy hatte Schicksalsschläge zu verkraften, die mir weh getan haben. Es sind keine Dramen, bei denen man schreiend im Regen steht, aber dennoch Ereignisse, welche den Lebensweg prägen. Gerade jetzt als ältere Frau hat sie einen ordentlichen Schlag abgekriegt, den sie tapfer verarbeitet. Keine Verbitterung, sondern eine würdevolle Dankbarkeit für all die positiven Ereignisse haben sie geprägt. Denn ihr ist durchaus bewusst, dass sie dennoch vom Glück verwöhnt worden ist. Doch es gibt etwas, das an ihr zehrt und sich zur Bedrohung der Mission auswächst.

Für mich hätte dieses Etwas schon als Gegenspieler in der Geschichte gereicht. Allerdings haben King und Chizmar einen Reisebegleiter als Bösewicht erkoren, der mir etwas zu viel des Guten war. Diesen Schurken hätte ich gar nicht gebraucht, weil in der Handlung an sich schon ausreichend Potential für eine fesselnde Story war.

Bemerkenswert ist die Umgebung, wohin die Reise führt. Dies hat mir ausgesprochen gut gefallen, weil es ein auffallend ungewöhnlicher Handlungsort ist. Meiner Meinung nach ist dadurch ein packender Rahmen entstanden, der für das perfekte Ende der Geschichten um Gwendy sorgt.

Dabei ist ein melancholischer Grundton vorhanden. Es handelt vom Geschenk des Lebens, nicht gierig dafür dankbar zu sein, und darum, im richtigen Moment loslassen zu können, was einen erstklassigen und runden Abschluss für die Trilogie darstellt. 

Zuerst lernte man den Wunschkasten und Gwendy als Jugendliche kennen, danach war sie eine gestandene Frau, die sich mit einer Zauberfeder beschäftigte, und mittlerweile ist sie in einem älteren Semester angekommen, wo es gilt, eine letzte Aufgabe zu erfüllen.

„Wenn man vor der Wahl steht, das Richtige oder gar nichts zu tun, tut man einfach das, was richtig ist. Immer. Ohne Ausnahme.“ (S. 346)

Meiner Meinung nach war die gesamte Trilogie lesenswert. Es sind nette Geschichten um einen mysteriösen Wunschkasten und eine bezaubernde Frau, die vom Mädchenalter bis zu reiferen Jahren durch ihre Standhaftigkeit, Tapferkeit und Entschlossenheit positiv aufgefallen ist. Deshalb kann ich „Gwendys letzte Aufgabe“ genau wie die Trilogie empfehlen, wenn man mit der richtigen Erwartungshaltung daran geht. 
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MEINE BEWERTUNG
★★★★
Die Reihe um Gwendy:
1) Gwendys Wunschkasten [Rezension lesen]
2) Gwendys Zauberfeder [Rezension lesen]
3) Gwendys letzte Aufgabe 

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