Freitag, 9. Januar 2026

Leserunde | Die Pionierin im ewigen Eis

Leserunde: Die Pionierin im ewigen Eis - Agnes Imhof

Zeit für eine Expedition ins ewige Eis. :) Ab 9. Jänner werden wir eine wahre Pionierin begleiten und sind gespannt, wie Josephine Peary ihre Arktisexpedition erlebt hat. 


I N H A L T
"Grönland, fremde Schönheit und die raue Heimat der Inuit – voller Neugier und Lust auf Abenteuer bricht Josephine Peary 1891 zu ihrer ersten Arktisexpedition auf. Sie ist überglücklich, ihren Mann Robert begleiten zu dürfen. Im ewigen Eis schließt sie eine tiefe Freundschaft mit der Inuk Arnakittoq. Und durch ihre akribischen Tagebucheinträge gelingt es ihr sogar, einen wissenschaftlichen Beitrag zu leisten. Als sie schwanger wird, ist Josephines Glück perfekt. Allerdings hat sich die Beziehung zu Robert verändert, denn ihm missfällt die Eigenständigkeit seiner Frau. Kann Josephine ihre Liebe retten und gleichzeitig der Kälte und der unbarmherzigen Natur des Nordens trotzen?" (Klappentext: Piper))

L E S E A B S C H N I T T E

1) Anfang - Kapitel 9
2) Kapitel 10 - 20
3) Kapitel 21 - 31
4) Kapitel 32 - Ende
(Änderungswünsche bitte gerne melden.)
 


PIONIERINNEN
Andrea von LeseBlick
&
ich

Am 9. Jänner 2026 beginnt die gemeinsame Lesezeit.
Weitere Mitreisende sind herzlich willkommen.


27 Kommentare:

  1. Antworten
    1. Der Einstieg 1955 hat mir gleich einmal Gänsehaut beschert. Josephine ist 1890 mit ihren Mann auf die Expedition gegangen. Das war förmlich in einer andere Zeit, ja schon fast, in einer anderen Welt. Und nun wird sie in den modernen 1950er-Jahren für ihre Forschungstätigkeit geehrt.

      Dann sitzen wir in einem anderen Publikum. Bert lukriert Forschungsgelder und Josephine sitzt im Publikum. Man merkt, wie sehr es sie ins Abenteuer, in die Freiheit zieht und wie sehr sie die Enge des „zivilisierten“ Lebens teilweise abstößt. Besonders, wenn es um den Umgang mit anderen Frauen geht.

      Nun geht Josephine mit ihrem Mann Bert auf Expedition in die Arktis. Ein wahres Abenteuer, nicht nur für Männer! Die Überfahrt ist einigermaßen gut verlaufen. Bis auf Berts Beinbruch. Ich hoffe mal, dass das kein böses Omen für den Verlauf der Expedition gewesen ist. Dadurch, dass Arzt und Männer meinten, dass so etwas häufig geschieht, habe ich es jetzt einmal als Regelfall abgetan. Ich fand auch interessant, dass sich das Schiff richtig durch die Eisplatten stoßen muss und wie das voran gegangen ist.

      Dann kommen wir am Überwinterungsplatz an. Es wird ein Häuschen gebaut und eine Inuit-Familie zum Überwintern eingeladen. Da habe ich mich von vornherein gefragt, was eigentlich die Familie davon hat. Zumindest gibt es Nadeln, Messer und Spiegel für sie.

      Total interessant sind Josephines Beobachtungen. Weniger wegen der Inuit, sondern, was man auch von Josephines Denkweise bzw. der Perspektive ihrer Zeit erfährt. Das kleine „verwahrloste“ Kind der Inuit hat ihr leid getan. Mann und Frau kann sie kaum auseinanderhalten, über Essen und Kleidung rümpft sie innerlich die Nase. Obwohl sie selbst Beurteilungen und Vorurteile ablehnt, ist sie davor nicht gefeit. Langsam wird ihr aber bewusst, dass es mehr als ihre Welt bzw. ihren Lebensentwurf gibt, und dass dies weder gut noch schlecht ist. Besonders beim Essen hat mir gefallen, wie sich die Frauen gegenseitig ihre Speisen anbieten, und beiderseits das Gesicht verzogen wird, weil jedem davor graust. :D

      Die Rentierjagd wird zum Seeabenteuer. Die Beschreibung der Natur fand ich sehr schön, wie sie die Rentiere suchen und über Wiesen gehen und campieren. Aber dann kommt der Sturm und bringt sie ordentlich aus den Fugen. Als sie auf der Rückfahrt am Meer weiterhin vom Sturm gequält und von den Wellen durchgeschüttelt werden, kommt ihnen Arnakittoq zu Hilfe. Josephine bewundert, wie die Frau das Kanu durch das Meer steuert und wie ihr Gewand dem Wetter standhält.

      Arnakittoq ist ohnehin eine sehr interessante Persönlichkeit in diesem Roman. Josephine sieht an ihr immer ein ironisches Lächeln. Sie wirkt wie die Königin der Arktis auf sie. Zudem verkörpert die Inuit-Frau viel, was Josephine gerne wäre: Wildheit, Freiheit und Unabhängigkeit.

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    2. Halli Hallo,
      ich habe heute morgen die letzten Seiten des 1. Abschnittes gelesen, war dann schon Tapeten kratzen :/ und genieße nun bei Kaffee meine kleine Pause und lasse meinen Senf hier.

      Ich bin sehr gut gestartet!
      Bisher hat das Buch alles, was ich mir von dieser Romanbiografie/Reise versprochen habe (Geografie, Landschaften, Flora und Fauna, neue Kultur).

      Ich musste gleich zu Beginn schmunzeln, dass Josephine den Herrn neben sich sitzen hatte und dann auf die Bühne gerufen wurde^^
      Die beginnende Reise, das kurzzeitige Feststecken und die echt fiese Verletzung von Robert (leider nicht Rowan^^) passten gut rein, aber das Ankommen, das Bauen der Hütte und die Bekanntschaft mit der Inuitfamilie waren bisher mein Highlight.
      Es zeigt sich, dass hier Welten aufeinandertreffen? Egal ob optisch oder kulinarisch.

      Unheimlich neugierig bin ich auf die englischsprechende Inuitfrau, Arnakittoq. Auch hier musste ich lächeln, als sie plötzlich auf englisch antwortete, als es um das Messer ging.
      Wieso spricht sie englisch und sie scheint sehr gut zurechtzukommen. Bin gespannt, ob sie weiterhin von Vorteil ist oder die Crew nur einmalig rettet.

      Mein Tierherz hat beim Lesen natürlich auch einige Male gepocht. So neugierig ich auf neue Länder und Kulturen bin, zur damaligen Zeit, waren Tiere einfach Nahrung. Heute ist das anders, ich versetzte mich bei solchen Büchern aber gern in die Zeit. Und 1891 ist echt schon ne Weile her.

      Was mir aufgefallen ist, dass Sex und Körperkontakt in der Kälte von größerer Bedeutung sind :P

      Bin gespannt, ob dein Start auch so gut war.

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    3. Na Mensch, da hast du zeitgleich kommentiert, als ich getippt habe^^
      Denn als ich eben ankam, war noch kein Kommentar da.
      Dann sind wir beide gut angekommen, genießen die Kälte (hier gab es gestern auch um die 30cm Schnee), die Aussichten und sind neugierig auf Arnakittoq und den Rest des Landes.

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    4. Ich habe deinen Kommentar auch nicht gesehen. :D Da hatten wir wohl einen ähnlichen Zeitplan.

      Finde ich auch, dass da wahrlich Welten aufeinandertreffen. In den Aussagen von Arnakittoq ist schon viel Wahres. Wobei halt fraglich ist, inwiefern hier von der Autorin ein bisschen Patethik reingebracht wurde. Ja, wenn es kalt ist, wird viel gekuschelt. :)

      Ich bin auch super reingekommen und gut in Grönland angekommen. Bei mir sind keine Eisberge in Sicht.

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  2. Antworten
    1. Wow. Das Buch ist weiterhin ganz anders, als mein Trip in die Antarktis mit Caroline Mikkelsen, den ich vor kurzem hatte. Hier steckt so viel Kultur, Tierwelt und Natur drin. Genau meins und mein Herz pocht sehnsüchtig, wenn ich unsere heutige Welt sehe.
      Auch wenn es viele heutige Vorteile gibt, fehlt die Ruhe und die Natur- und Tierverbundenheit.

      Es wird viel genäht. Ich kann es mir auf der Haut sehr schwer vorstellen. Also die Tierhaut auf der Haut. Aber in diesen Regionen dient es absolut dem Zweck und der ist da und ich glaube die Menschen vor Ort fachlich perfektioniert mit ihrem Tun.

      Die Sprache, dass stelle ich mir vor Ort schwer vor. Irgendwie enden dort alle Wörter auf q. Und richtige Sätze scheinen sie auch nicht zu verwenden. Habe vorhin gesehen, dass du ein HB gehört hast, wo es auch um eine Sprache der Arktis und ein kleines Mädchen geht. Schaue ich mir nachher nochmal genauer an.

      Arnakittoq bringt Josephine in diesem Abschnitt mehrmals zum Nachdenken über ihr derzeitiges, folgsames Leben. Gruselig, dass es für Frauen jener Zeit gar nicht zu denken wäre, sich von ihrem Mann zu lösen oder ihm nicht zu folgen. Das sieht heute anders aus.

      Ich habe mir einige Stellen zur Natur oder Tierwelt notiert.
      Zu dem liebe ich es, wenn es Wetterkenner gibt, die anhand von Wolken usw sofort ein heraufziehendes Wetter erahnen. Leben mit der Natur. Auch dass das Volk dort alles an einem Tier verwendet und wie sie die Robbe zur Wassergöttin gelassen hat, toll. Liebe ich!

      Spannend noch das Ritual des Frauenwechsels. Will ich mal nachlesen, wozu das dient.

      Und noch spannender die verschiedenen, beschriebenen Jahreszeiten in der Arktis.
      Stell dir mal vor in Deutschland oder Österreich würde ein Mutter ihr Baby bei Sonnenschein nackt auf eine Decke in den Schnee legen, um Vitamin D zu tanken. Unvorstellbar, aber so logisch.

      Nun ging die Expedition, zumindest für die Männer richtig los und es läuft natürlich anders als erhofft. Matt kommt eher zurück und dann der verhungerte Hund.
      Bin gespannt.
      Findest du es schlimm, dass Josephine zurückgeblieben ist?
      Ich hatte am Ende eigentlich mit einer Schwangerschaft gerechnet. Riecht danach, dass Robert zurückkommt. Gehe nicht von einem anderen Mann aus. Ein Baby soll es ja geben.

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    2. Im mühsamen Winter ist viel passiert und Josephine hat viel gelernt.

      Die Landschaftsbeschreibungen finde ich fantastisch. Außerdem ist es beängstigend, wie sie den Winter in ihrer kargen Siedlung überstehen. Daneben nur die Inuit, die mit viel, viel weniger auskommen.

      Die Inuit-Lebensweise ist wirklich bewundernswert. Sie haben so wenig und leben in einer fremdartigen, unwirtlichen Gegend, in der man kaum vermutet, dass menschliches Leben möglich wäre. Die Lebensphilosophie ist auch ganz anders als die Westliche. Wirklich auf das Wesentliche konzentriert, weitab vom Übermaß.

      Im Winter gab es kaum Zwischenfälle. Josephine ist krank geworden und ein Schamane hat ihr wohl die Grippe ausgetrieben. Berts Krankheit war wieder eine Zumutung für alle anderen. Es wurde viel unter der Decke gekuschelt und das Eheleben in vollen Zügen genossen.

      Interessant, dass Josephine Wesenszüge an Bert entdeckt, die ihr bisher nicht bewusst waren. Ein unbändiger Ehrgeiz und ein Streben nach Reichtum, das ihr weniger gefällt. Insgesamt wirkt Bert ohnehin nicht sehr sympathisch auf mich. Einzig, was mir bisher an ihm gefallen hat, dass er Josephine mitgenommen hat.

      Die Unterschiede zwischen den Kulturen werden durch die Josephines Beobachtungen herausgearbeitet. Obwohl Arnakittoq und die anderen Inuit-Frauen selbstbewusst und ihren Männern ebenbürtig sind, gibt es dann doch auch Situationen, wo doch ein Geschlechtsunterschied ist. Beim Essen. Männer dürfen Eier essen, Frauen nicht.

      Arnakittoq und Josephine sind tatsächlich Freunde geworden. Dass Arnakittoq Josephine zum Kanufahren ermuntert hat, hat mir total gefallen. Und diese Fahrt habe ich mit ihr gemeinsam genossen. Wie man über das eisige Meer gleitet, die Schollen sieht, usw.; das muss ein Wahnsinns-Gefühl sein. Ich würde mich vermutlich nicht trauen. Zu sehr hätte ich Angst, ins Wasser zu stürzen und zu erfrieren.

      Bert ist schon längst zu seiner Nordpol-Expedition aufgebrochen. Bisher haben sie kaum was vom Verlauf der Expedition gehört, nur der Hund ist zurückgekommen. Mal schauen, wie es weitergeht.

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    3. Ja, ich war schon mit dem Hörbuch in dieser Gegend. :D Die Sprache darin ist auch ganz anders vom semantischen Aufbau her. Zwar weiß ich nicht, wie das bei den "echten" Inuits, aber in dem anderen Buch wurde jeder Satz mit dem eigenen Gemütszustand begonnen. Wie z.B. ich freue mich, ich habe Angst, ich bin satt - je nach Kontext.

      Den Umgang mit den Tieren liebe ich aus sehr. Es wird nichts verschwendet, damit das Tier nicht umsonst gestorben ist. So soll es sein und so sollte auch unsere Gesellschaft mit Lebensmitteln aller Art umgehen.

      Ja, eigentlich finde ich es schon schlimm, dass Josephine nicht mitdurfte. Im Nachhinein hat ihr die Zeit allein gut getan. Doch diese Einschränkung durch ihren Mann empfinde ich als übergriffig.

      Stimmt, mit der Schwangerschaft hatte ebenfalls gerechnet. :D

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  3. Antworten
    1. Bert ist von der Expedition zurückgekommen und sie haben einen bezaubernden Hochzeitstag verbracht. Es wirkte fast wie das krönende Finale eines wunderbaren Märchens und so fühlt es sich für mich nach dem Ende dieses Leseabschnitts an. Verhoeff ist vermisst und taucht wahrscheinlich nicht mehr auf.

      Zurück in den USA zeigt Bert seiner Frau die kalte Schulter, wenn es um ihre Veröffentlichung geht. Sie hat all ihre Eindrücke zusammengefasst und Bert hat das Vorwort verfasst. Zu ihrem Erfolg sagt Bert nicht besonders viel.

      Danach geht es zurück nach Grönland in die Arktis. Josephine ist schwanger und freut sich sehr, dass sie ein weiteres Jahr dort verbringen kann. Auch Arnakittoq sieht sie wieder. Die beiden sind richtige Freundinnen geworden.

      Diesmal erfahren wir weniger von den Inuit, sondern der Abschnitt widmet sich eher Josephines Innenleben. All die Eindrücke über die Stellung von Mann und Frau lassen sie reflektieren. Mittlerweile nimmt sie die Inuit so an, wie diese sind, ohne ein Urteil zu treffen. Das finde ich sehr schön.

      Die Geburt von Marie läuft gut und das kleine Pelzknädelchen macht die Arktis unsicher. Nur wartet das Unglück nicht lange, um an die Tür zu klopfen. Arnakittoq opfert sich, um Josephine das Leben zu retten. Das muss Josephine das Herz gebrochen haben. Dann lässt sie Arnakittoqs Namen in ihrer Tochter weiterleben. Die Inuit-Zeremonie mit den Namen finde ich wunderschön. Ich habe schon in einen anderen Buch davon gelesen.

      Die Rückkehr in die USA stelle ich mir sehr hart vor. Einerseits wegen der Unstimmigkeiten zwischen Bert und Josephine. Sie haben sich voneinander entfremdet. Ein bisschen habe ich auch den Eindruck, dass Bert Josephine auch wegen ihrer Eltern und deren Kontakte geheiratet hat. Damit hatte er gute Geldgeber für seine Expeditionen.

      Der Diebstahl der Meteoriten durch Bert liegt einem schon im Magen. Es ist schon sehr bedenklich, dass westliche Länder einfach so zugegriffen haben und darin gar keinen Fehler sahen. Unsere Kultur tritt tatsächlich mit einer unaussprechlichen Arroganz auf.

      Dann haben wir Berts Rückkehr in die USA. Obwohl sich Josephine bemüht, zeigt er ihr die kalte Schulter. Und er gibt Josephine einen Denkzettel. Dass ihr Erfolg nur davon kommt, dass sie seinen Namen trägt. Da könnte ich mir sogar vorstellen, dass zur damaligen Zeit etwas Wahres dran gewesen ist.

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    2. Guten Morgen Nicole,
      ich habe gestern Früh leider nicht alles geschafft, 10 Seiten mussten warten. Umso größer war dann Abends die Vorfreude.

      Die Expedition nahm ein Ende. Arnakittoq hat mit ihrer "Vorsehung" Hoffnung geschürt und schwups war Bert wieder da. Die Nacht der Nächte und alle wussten, nun kommt das Baby. Die Rückkehr in die USA zeigte seinen Charakter irgendwie schon.
      Ich fand es übrigens sehr gut gewählt, dass die Autorin immer nur ein, zwei Seiten in den USA war und mitteilte, dass es zu warm, zu laut usw war. Viel mehr brauchte ich davon auch nicht. Bert war neidisch und ja, die Kontakte kamen alle von Josephine. Heute hätte wohl jede Frau reiß aus genommen. Aber dies stand für Josephine und ihren eigenen Ruf glaub nie zur Debatte. Sie hat dann einfach ihren Weg durchgezogen und mit der evtl weiteren Entfremdung gelebt.

      Der Piteraq, wie er am Ende bezeichnet wurde.
      Was ein Sturm, was für eine Beschreibung und was für eine Kälte habe ich beim Lesen empfunden. Der Fund ließ mich kurz hoffen, aber als die Nachricht vom Tod der Inuitheldin überbracht wurde, musste ich wirklich ein kleines Tränchen verdrücken.

      Das erste Kind wurde geboren und Bert's erste Vaterfreuden hielten sich total im Maßen. Vielleicht spielte da das Thema "Jungs werden bevorzugt" noch rein. Das mit der Taufe und der Namensweitergabe fand ich auch als sehr schönes Ritual. Habe ich wirklich noch gar nichts von gelesen.

      Und zum Meteoriten. Schrecklich, wie der Amerikaner damals dachte. Es war Raub. Fertig. Und auch, dass er da nicht dauerhaft auf diesen Steinen sitzt, sondern evtl sich eine Frau nimmt, hatte ich im Hinterkopf. Dass es ein Kind sein würde, damit habe ich nicht gerechnet.

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  4. Antworten
    1. Diesen letzten Abschnitt empfand ich sozusagen als Ausklang. Es wurde weniger dicht erzählt, sondern nur mehr umrissen. Mit Bert und Josephine ist es nicht mehr wirklich gut geworden. Bert hat in der Arktis für eine zweite Familie für sich gesorgt, während er als mutiger Entdecker in Richtung Nordpol stapfte. Trotz der frohen Kunde an seine Josephine, ist ihm zuzutrauen, dass er nie am Nordpol gewesen ist. Ich glaube es jedenfalls nicht.

      Josephine hat ein weiteres Kind bekommen und ist ihren eigenen Weg gegangen. Es freut mich sehr, dass sie so erfolgreich gewesen ist. Wie man sieht, war hier wirklich was Wahres dran, dass sie als Frau ohne Bert nie eine Chance in der Öffentlichkeit gehabt hätte.

      Schön, dass sie 1955 noch eine Würdigung erfahren hat. Und unglaublich, was diese Frau alles erlebt und gesehen hat.

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    2. Ein wirklich schöner Ausklang war das.
      Ein wundervolles Buch, mit sehr leisen Tönen am Ende.

      Als die Frau/ das Kind mit dem Kind auf Josephine drauf zu gelaufen ist, dachte ich: nee oder? Aber nun gut. Auch damit hat sie sich am Ende abgefunden. Heute undenkbar.

      Ich glaube auch nicht, dass er am Nordpol war, genauso wenig, wie der Arzt.
      Und einen Vermissten hatte diese Expedition ja, Verhoeff hatte ich ganz vergessen vorab zu erwähnen.

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    3. Was ich mir übrigens überhaupt nicht vorstellen konnte, war der Transport dieser Tonnen von Steinen auf dem Schiff.

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    4. Wie der Meteorit auf das Schiff geschafft worden ist, kann ich mir auch nicht vorstellen. Das wäre ja heutzutage noch eine Herausforderung und man bräuchte einiges an schweren Gerät, vermute ich.

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  5. Antworten
    1. Ich bin sehr, sehr begeistert von dieser Romanbiografie. Die Welt der Inuit mit Josephines Augen, aus ihrer Zeit und Perspektive heraus, zu entdecken, hat mir richtig Freude gemacht. Einfühlen konnte ich mich besonders gut in das kalte Wetter, weil hier richtig dick Schnee gefallen ist und mir bei einem Spaziergang der eisige Wind in alle Ritzen gefahren ist. Viel schlimmer muss es im Winter in Grönland sein. Nun habe ich noch mehr Lust auf abenteuerliche Berochte aus Frauenperspektive. Hoffentlich wird hier noch einiges veröffentlicht.

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  6. Gleich wirst du merken, wieso mein SuB zu hoch ist. Ich hatte zwar gestern Abend keine Lust mehr, hier zu tippen. Hab mich aber einige Zeit noch belesen im Internet.
    Josephine ihr Leben und das von Marie, auch eine tolle Frau, die ihren einen Sohn viel zu früh verloren hat.

    Und wenn mich ein Thema so packt, haben sich gestern Abend gleich zwei Bücher auf den Weg zu mir gemacht:
    "Polarliebe" war bei Amazon um 50% reduziert.
    Und "Polarfrauen" konnte ich für wenig "Tickets" ertauschen.

    Ich freu mich drauf, auch noch andere Forscherpaare und besonders die Frauen kennenzulernen.

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    1. Ich habe im Nachgang auch noch ein bisschen recherchiert, weil mich Josephines Abenteurer-Dasein nicht losgelassen hat. "Polarfrauen" muss ich auch unbedingt haben.

      Dann habe ich allgemein noch ein bisschen in dieser Frauen-Reihe von Piper gestöbert. Da sind schon etliche interessante Bücher (z.B. Queen Viktoria, Kleopatra) dabei, wenn auch der Abenteuercharakter wahrscheinlich fehlt.

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    2. Ganz toll, jetzt habe ich mir auch zwei Bücher bestellt. :D "Die Polarfrauen" und "Berg der Legenden"

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    3. Hihi, schön, dass auch du doppelten Zuwachs bekommst.
      Habe auch noch ein weiteres Buch über Josephine gefunden "Pionierin der Arktis". Wirklich eine tolle Frau.
      Den Namen werde ich so schnell nicht vergessen.
      Da konnte mein Buch um die Antarktis "Das Lächeln der Pinguine" bei Weitem nicht mithalten.

      Und zu der Reihe von Piper.
      Geschrieben und recherchiert sind die alle gut.
      Band 1, 5, 7, 15 und 16 habe ich schon gelesen.

      Als nächstes steht Nelly Bly (14) auf meinem Plan. Das habe ich schon zu hause und aa habe ich noch ein zweites Buch zu. Diese Dame hat sich für Recherchezwecke nämlich selbst in eine Psychiatrie einweisen lasse .

      Und was mich noch interessier, ist Band 8, 18 und 19.

      Einfach zu viel^^

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    4. "Reporterin für eine bessere Welt" hatte ich mir gar nicht näher angesehen, doch das klingt jetzt wirklich interessant. Ich hatte den Klappentext nicht bis zum Ende gelesen.

      So, jetzt ist meine Wunschliste prall gefüllt, weil ich dann auch noch "Pionierin der Arktis" drauf gesetzt habe. :D Ich bekomme hier gerade viel zu viele spannende Buchtitel unter die Nase gerieben.

      Wenn du wieder Lust, auf das gemeinsame Lesen einer Bedeutende-Frauen-Romanbiografie hast, melde dich gerne (muss aber nicht sein, wenn's nicht passt). Ich brauche zwar dazwischen immer viel Horror und Thriller, bin aber jetzt sehr, sehr angetan von unserem Ausflug in die Arktis und auf weitere davon gespannt.

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    5. Aber so soll es sein. Ein Thema soll neugierig machen und mich reizen die bedeutenden Damen der Welt schon einige Jahre. Und es waren schon viele interessante dabei.

      Wir behalten das im Auge. Brauche ja auch immer einen Mix. Haben ja jetzt noch Riley und Andrews vor uns :)

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    6. Mich haben solche Bücher meist weniger gereizt, weil schon oft sehr romantisierte Romane erscheinen. Zum Beispiel habe ich mal eine Romanbiografie über Coco Chanel gelesen und das fand ich weniger prickelnd. Es war zwar nett zu lesen, hat dennoch Chanel so "falsch" dargestellt. Ihr Leben hat einfach als Vorlage für einen Romantik-Roman hergehalten. Das war nicht meins.

      Wird schon irgendwann mal wieder passen. Jetzt haben wir ohnehin noch einiges vor uns. :D

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