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| © USM Audio |
| Lucy Clarke |
Verlag: USM Audio 2026
Dauer: 10 h : 46 min
Dauer: 10 h : 46 min
ASIN: B0GVP8PP2D
Sprecher: Pia-Rhona Saxe, Ann-Kathrin Hinz
MEINE BEWERTUNG
- ★★★★★-
Wehmütiges Figuren-Repertoire
Sprecher: Pia-Rhona Saxe, Ann-Kathrin Hinz
MEINE BEWERTUNG
- ★★★★★-
Nach dem plötzlichen Tod ihrer Schwester Mia reist Katie den Spuren ihrer letzten Monate nach. Sie zweifelt die Umstände des angeblichen Selbstmordes an. Dabei dient ihr Mias Tagebuch als einziger Anhaltspunkt. Schritt für Schritt stößt sie auf verborgene Wahrheiten, die alles infrage stellen, was sie über ihre Schwester zu wissen glaubte. Bald wird klar, dass die Suche nach Antworten weitreichende Folgen haben könnte
Lucy Clarke steht für mich für solide, sommerliche Unterhaltung. Ihre Thriller führen an exotische Schauplätze, versprühen oftmals Urlaubsflair und bieten meist spannende Geschichten für zwischendurch. Auch wenn mich ihre Bücher bislang nie restlos begeistern konnten, hatte ich mit ihnen in der Regel eine gute Zeit. Umso enttäuschter war ich, dass mich „The Sea Sisters“ diesmal überhaupt nicht erreichen konnte.
Zentral sind die Schwestern Katie und Mia. Als Mia auf Bali ums Leben kommt, kann Katie die Erklärung der Behörden, dass es Selbstmord gewesen sei, nicht akzeptieren. Mit Mias Reisetagebuch im Gepäck folgt sie den Stationen ihrer Schwester, um Antworten zu finden und zugleich Abschied zu nehmen.
Anfangs fand ich den Aufbau des Romans gelungen. Lucy Clarke erzählt aus mehreren Perspektiven und stellt die beiden Schwestern immer wieder gegenüber. Während Mia in ihren Reisen Freiheit und Abenteuer sieht, empfindet Katie viele dieser Erfahrungen als belastend. Diese Gegensätze haben mir zu Beginn gefallen. Auch die Rückblicke in die gemeinsame Vergangenheit und die Frage, weshalb Mia überhaupt zu ihrem Weltenbummlerleben aufgebrochen ist, haben interessante Einblicke geboten.
Je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr Probleme hatte ich allerdings mit den Figuren. Vor allem Mia empfand ich als ausgesprochen enervierend. Sie wirkte auf mich egozentrisch und verantwortungslos, weil sich ihr gesamtes Denken ständig um die eigenen Bedürfnisse drehte. Auch die übrigen Beziehungen im Roman haben bei mir für einiges Kopfschütteln gesorgt. Immer wieder hatte ich den Eindruck, dass die Figuren anderen Menschen hinterherlaufen, sich selbst dabei aus den Augen verlieren und kaum gesunde Grenzen ziehen. Diese Konstellationen wirkten auf mich seltsam und teilweise sogar frustrierend.
Thematisch beschäftigt sich der Roman intensiv mit Geschwisterbeziehungen, Erwartungen an das eigene Leben und der Frage, welchen Weg man einschlagen möchte. Diese Auseinandersetzung steht deutlich stärker im Vordergrund als Spannung oder überraschende Entwicklungen. Ohnehin habe ich packende Wendungen fast vollkommen vermisst. Vieles war für mich früh vorhersehbar und der Handlung hat von vornherein Schwung gefehlt.
Statt eines spannenden Thrillers bekam ich daher vor allem eine emotionale und oftmals recht wehmütige Geschichte über Selbstfindung, Familie und unerfüllte Erwartungen. Vielleicht konnte ich mich auch deshalb nur schwer in vieles hineinversetzen, da Geschwisterbeziehungen für mich kein vertrautes Thema sind.
„The Sea Sisters“ konnte mich leider nicht unterhalten. Das vielversprechende Grundkonzept und die atmosphärischen Schauplätze reichten für mich nicht aus, um die fehlende Spannung und die Figuren, die mich mehr genervt als berührt haben, auszugleichen. Für mich gehört dieser Roman leider zu den schwächeren Büchern von Lucy Clarke.
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