Montag, 31. Mai 2021

Leserunde | Pinguine lieben nur einmal

Leserunde | Pinguine lieben nur einmal

Manchmal muss es Wohlfühllektüre sein. :) Dieser Roman verspricht schön-entspannte, humorvolle Lesestunden. Wir sind gespannt, ob er dieses Versprechen hält.

I N H A L T
"Felicitas, genannt Feli, ist ein bisschen kompliziert, zugleich Chaosqueen und Gewohnheitstier. Trotz Anglistik-Studium (nicht auf Lehramt) besitzt sie mit ihren 20 Jahren nicht mal ein Bücherregal. Und sie schämt sich auch nicht dafür, dass sie süchtig nach dem Sat1 „Family Movie” am Dienstag ist, den sie keine Woche verpasst. Denn wenn es im echten Liebesleben schon nicht läuft, dann kann sie sich wenigstens auf das Fernseh-Happyend verlassen. Bis sie eines Tages ihrem neuen Nachbar Janosch vor die Füße fällt, der zwar rein äußerlich Traummann-Potential hat, aber unhöflich und sarkastisch ist. Und so fängt sicher keine große Liebesgeschichte an, oder?"
(Quelle: Ullstein Verlag)

L E S E A B S C H N I T T E
1. Abschnitt: 1. Akt
2. Abschnitt: 2. Akt
3. Abschnitt: 3. Akt
4. Abschnitt: 4. Akt
5. Abschnitt: 5. Akt


MIT
& mir :)

Am 1. Juni beginnt die Leserunde zu diesem Buch.
Interessierte sind herzlich eingeladen!

Kommentare:

  1. Antworten
    1. Hey Nicole,
      den ersten Abschnitt habe ich gerade beendet und werde an entsprechender Stelle kommentieren.
      Ich freu mich, dass wir dieses Buch zusammen lesen :-)
      Liebe Grüße Melli

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    2. Wir haben das Buch heute schon beide beendet.
      Es war wieder eine sehr tolle Leserunde mit Dir! Danke Dir dafür! ♥
      Wir sehen und lesen und dann bei Andrea zur "verschwundenen Schwester" ;-)

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  2. Antworten
    1. Den ersten Abschnitt habe ich soeben beendet.
      Ich bin gut ins Buch gestartet. Allein der Prolog war schon sehr unterhaltsam. Er führt den Leser in die Gliederung des Buches ein, denn diese ist wie im Drama in Akte gestaltet.
      Die Figurenvorstellung fand ich auch amüsant. Insgesamt ist es bislang humorvoll, wobei es nicht immer meinen Geschmack trifft, weil es manchmal für mich persönlich etwas zu viel des Guten und "drüber" ist. Trotzdem folge ich dem Geschehen mit einem Schmunzeln.
      Es gibt einen blinden und einen schwulen Charakter. Ich bin gespannt, wie die Autorin damit im weiteren Verlauf der Handlung "umgeht", denn zwischenzeitlich lese ich das mit großem Interesse und ich bin - zugegeben - hier beim Sprachgebrauch oft sehr kritisch. Bislang gefällt es mir aber gut, auch wenn Feli (wie sie selbst auch zugibt) manchmal etwas feinfühliger sein könnte im Umgang mit allen Floskeln, die mit dem Sehen zu tun haben. Ein bisschen blitzen hier immer wieder Klischees durch, aber (noch) nervt mich das nicht. Ich mag den unterhaltsamen Schreibstil und bin gespannt, wie es weitergeht. Außerdem hoffe ich, dass die Handlung nicht ganz den Filmen gleicht, die Feli so gerne schaut und hoffe stattdessen auf die eine oder andere Überraschung.
      Die Einteilung unserer Leserunde in die Akte finde ich total super, weil es perfekt zum Buch passt :-)

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    2. Ich mag den flapsigen Erzählton. Wie du schon schreibst, Melli, es ist doch recht klischeehaft aber charmant. Also, mir macht das Lesen bisher großen Spaß.

      Was ist dir denn drüber?
      Für mich hat es bisher gepasst.

      Ich finde das mit dem Sprachgebrauch eher albern. Nur weil ein Mensch blind ist, heißt es für mich nicht, dass er das Wort ‚sehen‘ nicht verwenden oder in seiner Gegenwart nicht verwendet werden darf. Meiner Meinung nach ist das Verhalten eine Art ‚Diskriminierung‘. Menschen wollen in erster Regel normal behandelt werden. Sobald ich mir das Wort ‚sehen‘ in dieser Gegenwart verbiete, behandle ich den Mensch nicht mehr normal.

      Und stimmt, vom Aufbau hat es wirklich Ähnlichkeit mit diesen Filmen, die schon eingangs angesprochen wurden. Ich habe das Buch damals bei Mona entdeckt, und sie meinte, dass da mehr kommt. Daher bin ich schon neugierig.

      Cem finde ich übrigens klasse. :D Ein schwuler Türker, der gerade Ramadan hält. Eine wirklich gute Idee von der Autorin.

      Das mit den Akten hat sich einfach so ergeben. :D Ich habe das eBook und da fand ich es vernünftig, diese Einteilung zu übernehmen.

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    3. Also insgesamt unterhält es mich auch sehr gut. Und ja, genau das ist der Punkt: Es wird permanent wiederholt darauf hingewiesen, dass er blind ist. Und dass es doch okay sein sollte, diese Wendungen mit dem Sehen zu nutzen. Klar möchte er "normal", also wie alle anderen, behandelt werden. Und genau deshalb muss man meiner Meinung nach nicht immer wieder darauf hinweisen, dass er blind ist usw. Für mich ist also das "Problem" nicht, dass die Floskeln mit dem Sehen verwendet werden, sondern dass darum so ein großer Wind gemacht wird.

      Ich bin auch sehr neugierig, was noch kommt. :-)

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    4. Ah klar. Denkst du nicht, dass das zumindest anfangs irgendwie automatisch geschieht? Und Janosch weißt ja ständig selbst daraufhin, sogar dann, wenn es im Gespräch oder in der Situation gar keine Rolle spielt. Teilweise empfinde ich es so, als ob er sich selbst auf seine Blindheit reduziert oder das Gefühlt hat, dass er von seiner Umwelt ohnehin nur darauf reduziert und gar nicht anders wahrgenommen wird.

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    5. Das ist ein interessanter Gedanke. Er stellt es sehr in den Vordergrund, möglich, dass er sich darauf reduziert sieht. Ich denke schon, dass es zumindest am Anfang bestimmt ein großes Thema ist.
      In letzter Zeit beschäftige ich mich viel mit Feminismus, Rassismus, behinderten Menschen, LGBTQ+-Themen usw. und bin deshalb in Sachen "Minderheiten aller Art" wohl ein bisschen empfindlich - vor allem in Sachen Sprachgebrauch. Ich finde es wichtig, dass mir so was auffällt, wenn ich in Romanen darauf stoße. Allerdings möchte ich es - je nach Einzelfall - nicht überdramatisieren ;-) Mir ist es nur aufgefallen.

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    6. Ah ja, der Sprachgebrauch. :D Stimmt, es ist definitiv wichtig, dass man ihn reflektiert. Aber mir gefällt, dass du nichts überdramatisierst. Manchmal ist eine Kuh einfach nur eine Kuh.

      Ich habe mich damals bei meiner Bachelor-Arbeit mit feministischer Kommunikationsforschung beschäftigt und daher auch ein bisschen Hintergrund dazu.

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  3. Antworten
    1. Irgendwie verstehe ich nicht, warum sich Feli von Janosch so behandeln lässt. Sie nähern sich einander an und langsam kommt etwas Bewegung in die Geschichte. Das Ende von diesem Abschnitt fand ich richtig spannend und ich bin neugierig, wie Janosch auf die gefundenen Kondome reagiert. Cem ist halt ein Schlingel.

      Mich interessiert, was Janosch auf der philosophischen Fakultät macht. Was treibt ihn dahin? Feli kann es ja nicht sein, also muss es einen anderen Grund dafür geben.

      Bezüglich Simon bin ich mir relativ sicher, dass er eine Unterstützung für Janosch ist.

      Feli ist halt noch sehr jung, chaotisch, flapsig und unbeholfen. So ganz hat sie den Dreh noch nicht raus, aber sie bemüht sich.

      Ich lese das Buch gern, es macht Spaß, obwohl es bisher eindeutig Chick-Lit ist.

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    2. Was mich an solchen Romanen stört sind Aussagen wie "Ich darf ihm keinesfalls sagen, was ich fühle" und dann geht das Hin und Her los (in diesem Roman allerdings - noch? - nicht), weil nicht wirklich miteinander geredet wird.
      Ich verstehe aber auch nicht, warum sie so mit sich umgehen lässt. Ich finde es auch schön, dass die Handlung an Fahrt aufnimmt.
      Cem ist ein toller Charakter. :D Ich bin auch gespannt, wie Janosch reagiert.

      Da gebe ich Dir vom Genre her Recht. Ich glaube auch, dass Simon Janosch unterstützt.

      Ich finde Felis Art nicht schlimm oder so, aber ich fände es toll, wenn sie im Laufe des Buches (zumindest eine kleine) Entwicklung durchmacht, die der Leser spürt. Wenn der Autor so was schafft, finde ich das immer toll.

      Mir gefällt das Buch auch sehr gut. Ich lese viel Düsteres (Du ja auch ^^), aber ab und zu muss es mal was anderes sein und das kommt gerade zum rechten Zeitpunkt :-)

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  4. Antworten
    1. Na, da hat uns Feli etwas im Regen stehen lassen, weil wir dann einen Cut hatten. :D Ich hätte Janoschs Reaktion gerne miterlebt. Jedenfalls finden sie zusammen, obwohl es die ganze Zeit darum geht, ob sie nun zusammen sind oder nicht. Das finde ich gar nicht so unrealistisch, weil man das im Anfangsstadium ja nie so genau sagen kann. :D

      Insgesamt fand ich diesen Abschnitt charmant. Sie finden zusammen und entwickeln sich ja schon fast zu einem alten Ehepaar.

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    2. Ja, der Schnitt war echt gemein :D Ich mag es nicht so, wenn Autoren den Leser nicht "mitnehmen" in die Szene, sondern ihn sozusagen vor vollendete Tatsachen stellen: Das und das ist inzwischen passiert und ätsch - Du hast es verpasst ;-)

      Für mich ist es auch eine authentische und für mich perfekt umgesetzte Entwicklung der Liebesbeziehung.

      Bei der Großtante auf der Hochzeitsfeier musste ich - genau wie Feli - ein bisschen die Augen verdrehen mit ihren zweideutigen Bemerkungen und dem Augenzwinkern :D

      Das Gefühl von "mir ist es ein bisschen zu 'drüber', das ich am Anfang hatte, habe ich hier nun nicht mehr.

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  5. Antworten
    1. Hier bin ich mir jetzt nicht sicher, ob es zu 3 oder schon zu 4 gehört:

      Ok, ich bin mir nicht ganz sicher, ob das jetzt in diesem Abschnitt war, aber Sex scheint für Feli ein sehr wichtiges Thema zu sein. Schade, dass sie so viel darüber nachdenkt, aber dann kriegt sie doch die Kurve und kann’s einfach nur genießen.

      Und Karo-Sieben tritt auf den Plan. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, dass sie in ihr eine Bedrohung sieht, aber da sind Menschen eher unterschiedlich. Was mich wundert ist, dass sie nicht schon früher über Verflossene gesprochen haben. Das ist - meinem Empfinden - am Beginn einer Beziehung relativ normal, dass man ein bisschen Erfahrungsaustausch betreibt.

      Dann haben wir Pias Hochzeit und Karo ist auch eingeladen. Bei der Begegnung hat mir Feli leid getan. Das trifft einen schon. Ich verstehe aber auch, warum Janosch es ihr nicht gesagt hat.

      Die Hintergründe um Janoschs Vater sind tragisch. Trotzdem ist es toll, dass seine Mutter ihr Leid in Liebe zu ihren Sohn umgewandelt hat. So etwas gibt Hoffnung und ich finde das wunderschön.

      Und dann macht es RUMS.

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    2. Wenn ich mich richtig erinnere, war das die letzte Szene im dritten Abschnitt ;-)

      Ich fand es auch komisch, dass sie noch nix von Karo-Sieben wusste (übrigens eine witzige Idee mit dem Namen ^^), aber da ist tatsächlich jeder anders.

      Ich fand das auch total traurig. Ich habe mit so etwas tatsächlich gar nicht gerechnet und es hat mich etwas mitgenommen.
      Ich weiß nicht, ob ich es an Simons Stelle gesagt hätte oder nicht. So oder so saß er in der Zwickmühle.
      An dieser Stelle war ich dann aufs Ende gespannt :D

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    3. Ich glaube, jetzt kann ich besser nachvollziehen, was du mit 'drüber' meinst. Das ist diese knallbunte Konfettistimmung, mit der wir es am Anfang zutun hatten.

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  6. Antworten
    1. Ich frage mich ehrlich, was sich Simon dabei gedacht hat. Ganz koscher ist mir der Typ nicht und auch am Ende des Buchs ist mir nicht klar, was sich da in Wirklichkeit abgespielt hat. Warum wollte er mit Karo und Feli zu dem Konzert gehen, nachdem Janosch abgesagt hat? Bisher ist mir Simon einigermaßen vernünftig erschienen. Und Janosch hat sich wie ein richtiger Arsch verhalten. Dabei ist Felis Traumblase geplatzt.

      Im Endeffekt haben sie wieder zueinander gefunden. Das fand ich recht süß. Und die Begründung hinter Janoschs Verhalten fand ich auch sehr nachvollziehbar. Mir hat es richtig gut gefallen und ich konnte einfach nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Tut mir total leid, Melli, dass ich da etwas ein durcheinander in die Abschnitte gebracht habe.

      Zu Cem muss ich noch was sagen: Es tut mir leid, dass er dann ganz arg an den Rand gedrängt wurde. Ein bisschen mehr Raum wäre ich ihm vergönnt gewesen. Und die Reaktion seiner Eltern kann ich mir bildlich vorstellen. Das ist schon heftig. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass ich einen Roman lese, in dem man Cems Geschichte erfährt.

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    2. Am Ende überschlagen sich nochmal die Ereignisse.

      Ich habe die Szene mit dem Konzert auch nicht ganz verstanden. Sein Motiv blieb für mich ebenso im Dunkeln wie für Dich. Mir erschien Simon auch als die helfende Hand von Janosch. Erst hab ich gedacht, er will sich an Feli heranmachen.

      Haha, gar kein Problem xD Ich kenne das auch: Wenn man einmal im Buch feststeckt und gefesselt ist, dann kann man unmöglich aufhören ^^

      DAS ist mir auch aufgefallen. Ich fand es schade, dass Cem, der einer der Sympathieträger in dem Buch ist, so in den Hintergrund gerät. Ich fand Cems Coming-Out viel zu oberflächlich und kurz abgehandelt. Ich meine, er erzählt seiner Mitbewohnerin in zwei Sätzen, was passiert ist, und wechselt das Thema. Ich fand es natürlich auch sehr heftig. Denn genau solche Reaktionen sind es, die queere Menschen Angst macht, dass es genau so ablaufen KÖNNTE. Ich bin froh, dass es bei mir anders war! Ich würde auch gerne Cems Geschichte extra lesen.

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    3. Ich fand hier auch schlimm, dass Feli eigentlich gar nicht darauf eingegangen ist. Es war so als ob man mit den Schultern zuckt und Schwamm drüber. Dabei ist es doch echt heftig, wenn man von den eigenen Eltern abgelehnt wird. Da braucht's mehr als ein bisschen den Bauch zu streicheln, wenn man wirklich befreundet ist.

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  7. Antworten
    1. Insgesamt ist es für mich eine in sich runde Geschichte. Es handelt sich um einen Liebesroman, aber er besteht aus nicht zu viel Drama, was mir gut gefallen hat.
      Blindheit ist ein zentrales Thema, mit dem die Autorin in meinen Augen authentisch umgeht. Ich vergebe 4/5 Herzen.
      Mal sehen, wann ich dazu komme, meine Rezension zu tippen ;-)
      Danke Nicole, es war wieder schön, mit Dir gemeinsam zu lesen ♥

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    2. Ach, Melli, ich hätte nicht so vorpreschen sollen. Häppchenweise wäre es doch mehr Genuss gewesen. Ich bin auch bei 4 von 5 Sternen. Mir hat's gefallen. Ab und zu brauche ich so eine Lektüre.

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  8. Melli, ich muss beichten. Ich habe die letzten 3 Abschnitte gestern Nacht in einem Rutsch gelesen. Ich konnte nicht schlafen und wollte kein anderes eBook anfangen. Weil mein Mann Frühschicht hatte, war der Reader dran. ^^

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    1. Gar kein Problem :D Ich habe das vorhin am Handy gelesen und war zu faul, meinen Laptop zu holen ;-) Stattdessen habe ich die Zeit genutzt und das Buch auch gerade beendet :D Also alles gut ;-)

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  9. Ich habe jetzt meine Rezension geplant und sie wird am Dienstag online gehen :-)

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    1. Sehr fein! Bei mir wird's noch länger dauern. Ich habe schon einige Zeit Rezensionsstau. Ich lese deine Rezension, wenn meine geschrieben ist.

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