Sonntag, 25. August 2019

Rezension: Swans Song. Nach dem Ende der Welt - Robert McCammon

© Festa Verlag
Swans Song. Nach dem Ende der Welt
| Robert McCammon |

Verlag: Festa Verlag 2015
Seiten: 208 
ISBN: 9783865523532

MEINE BEWERTUNG 

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Nach dem Ende der Welt

Die Welt nach der Atomkatastrophe. Verwüstete Städte, verstrahltes Land und die Zivilisation existiert nicht mehr. Wenige Überlebende sind den Abgründen der Menschlichkeit ausgesetzt, und sehen dem absoluten Bösen ins Gesicht.

Robert McCammons „Swans Song. Nach dem Ende der Welt“ ist ein Endzeit-Thriller par excellence. Schon in den 1980er-Jahren veröffentlicht, schildert er die Welt, wenn sie vom nuklearen Winter heimgesucht wird.

Der Einstieg in die Story ist mir schwergefallen. Gleich zu Beginn ist man mittendrin im Oval Office des Weißen Hauses, und bezeugt, wie eine schwerwiegende Entscheidung getroffen wird. Hier hat mir gefallen, wie McCammon diesen Prozess beschreibt. Der Autor veranschaulicht, dass es führenden Politikern und Ministern keinesfalls leicht fällt, auf den roten Knopf zu drücken. Dennoch habe ich mich von der Situation und den Gedankengängen überfordert gefühlt.


Als das Ende der Welt hereinbricht, war ich live dabei, und ab diesem Zeitpunkt in der Geschichte gefangen.


Mehrere Perspektiven führen durch das düstere Geschehen, das an Brutalität durchaus der Realität entsprechen kann:


Titelgebende Protagonistin ist das neunjährige Mädchen Swan. Sie ist mit ihrer Mutter auf der Flucht und sie werden unterwegs vom Ende der Welt überrascht. Im Verlauf der Handlung erweist sich, welche tragende Rolle Swan bei der Apokalypse zugestanden wird.


Der Wrestler Joshua zeigt, das rohes Aussehen und Gewalt nicht unbedingt dem Wesen eines Menschen entsprechen. Er steht meiner Meinung nach für den Fels in der Brandung, ist ein Mann mit Prinzipien, und tut, was getan werden muss.


Sister Creeper habe ich anfangs als verrückte Alte wahrgenommen, die nach und nach in den Fokus des Interesses rückt. Sie ist ein faszinierender Charakter, der mitten in New York den atomaren Endschlag erlebt.


Zudem gibt es Charaktere, die sich ganz auf die Überlebenskunst und das Ende der Welt einstellen, und daher dem Atomkrieg - im schützenden Bunker sitzend - zuversichtlich entgegensehen. Hier zeigt Robert McCammon, dass der schlauste Plan an der Umsetzung scheitert.


Anhand dieser Figuren betritt der Leser die nukleare Wüste, und steht einer verrohten, brutalen Menschheit gegenüber. Dabei spart der Autor nicht an Gewalt, grausamen Entstellungen, schmerzhaften Erfahrungen und einer atomaren Brise beängstigender Übernatürlichkeit.


Hinzu kommt die Beschreibung der Welt beziehungsweise was nach dem finalen politischen Schlag von ihr übrig bleibt. Sprachlos bin ich durch Asche und Ruinen marschiert, über bizarr verformte Leichen gestiegen und habe betroffen dem letzten Wimmern Sterbender zugehört. 


Thematisch stehen die Konsequenzen der Atompolitik des Kalten Kriegs im Vordergrund, das mögliche Ende der Zivilisation und der damit eingehende Verlust der Menschlichkeit. Konträr stellt McCammon Hoffnung, Liebe und Freundschaft in den Mittelpunkt, die der einzige Sinn des Überlebens sind.


Trotz meiner Schwierigkeiten zu Beginn war ich gefesselt, fasziniert und bin im Ende der Welt versunken. Die unterschiedlichen Perspektiven enthüllen einen epischen Verlauf, der absolut mitreißend erzählt ist, und in einem Lese-Sog mündet. 


Mit Robert McCammons „Swans Song. Nach dem Ende der Welt“ hält man einen dystopischen Klassiker in den Händen, an dem ein Genre-Freund unmöglich vorbei gehen kann. Empfehlung!

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MEINE BEWERTUNG
Die Dilogie:
1) Swans Song. Nach dem Ende der Welt
2) Swans Song. Das scharlachrote Auge


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