Montag, 2. Januar 2023

Rezension: Kill Game - Cordelia Kingsbridge

| Cordelia Kingsbridge |

Verlag: Second Chances 2022
Seiten: 400 
ISBN: 978-3966987080

MEINE BEWERTUNG 
- ★★★
 - 



Hohes Spannungsniveau auf allen Ebenen

Die Pik-Sieben-Morde versetzen Las Vegas in Aufruhr. Die Ermittler sind mit ihrer Weisheit am Ende, während ein Mord nach dem anderen geschieht. Und dann hat sich die berüchtigte Pik Sieben einen Kopfgeldjäger als Spielball ausgesucht, der in engem Kontakt zur hiesigen Ermittlungsbehörde steht. Ob das ein Fehler war?

"Kill Game" ist der erste Band der fünfteiligen Reihe um die Pik-Sieben-Morde in Las Vegas. Das Besondere daran ist, dass es sich um eine extravagante Mischung handelt, die meiner Meinung nach äußerst gelungen und passend im leuchtenden Rahmen der Wüstenstadt angesiedelt ist. 

Es ist nicht nur ein typischer Krimi, der dank Ermittlungen den Serienkiller auf die Spur kommt, sondern gleichzeitig ein Liebesroman, der in Richtung Gay Romance einzuordnen ist.

Levi Abrams ist Ermittler in Las Vegas und wird dementsprechend mit der Aufklärung der Morde betraut. Eingangs liegt es im Dunkeln, dass es um eine Mordserie geht. Als nach und nach Pik-Sieben-Karten bei den Leichen auftauchen, ist rasch klar, dass es einen Zusammenhang gibt.

Zur selben Zeit schlittert Kopfgeldjäger Dominic Russo in den Fall, indem er aufgrund seiner Tätigkeit über ein Mordopfer stolpert.

So kommt es, dass Abrams und Russo mit unterschiedlicher professioneller Herkunft aufeinanderprallen, aber trotzdem zusammenarbeiten, damit sie auf die Spur des Mörders kommen. 

Da es sich nicht nur um einen Krimi in Thrillermanier, sondern gleichzeitig um eine großartige Gay Romance handelt, fliegen nicht nur die Fetzen, sondern sprühen auch bald die Funken, was dem Reihenauftakt eine Sogwirkung verleiht. 

Die Krimihandlung ist sehr spannend durchdacht und mit unerwarteten Wendungen versehen. Dabei verliert die Autorin keinesfalls den Sinn für die Realität aus den Augen, denn der gesamte Hergang wirkt trotz des großen Aufmachers der Serienmorde authentisch auf mich. Die Polizeiarbeit macht einen realen Eindruck, Spuren führen ins Leere und es gilt Fehlentscheidungen zu verkraften.

Im emotionalen Bereich prallen zwei Männer aufeinander, die auf den ersten Blick kein Interesse aneinander haben. Abrams ist in einer Beziehung, die für Klatsch und Tratsch in Las Vegas sorgt. Russo hat sich dem Single-Dasein verschrieben, was gar nicht in das Schema des anderen passt. Wer aber denkt, dass ich die Grundlage für eine offensichtliche Entwicklung schildere, irrt. Cordelia Kingsbridge schreibt auf hohem Spannungsniveau, was ebenso für den gefühlvolleren Part ihres Buches gilt.

Die Autorin hat die Ebenen geschickt verknüpft und schafft im Gesamtwerk einen packenden Auftakt, der mich ausgezeichnet unterhalten hat.

Sie hat sich sofort in mein Leserherz geschrieben, weil sie altbekannte Elemente kunstgerecht und neuartig kombiniert. Normalerweise mag ich es gar nicht, wenn zu viel Emotion im Krimi oder Thriller steckt oder ich halte es gar nicht aus, wenn die Protagonisten ins Auge eines Killers rutschen. Hier treffen all diese Punkte zu, doch Kingsbridge hat dies mit Esprit, Authentizität und einer dichten Erzählweise einnehmend umgesetzt, sodass mir die Handlung durchgehend Lesespaß bereitet hat. 

Schlussendlich findet "Kill Game" ein Ende, mit dem man sich zufrieden geben könnte, wenn nicht ein Verweis auf "Trick Roller" die Vorfreude und Neugier auf den zweiten Band anfeuert.

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MEINE BEWERTUNG
★★★★
Die Pik-Sieben-Morde:
1) Kill Game
2) Trick Roller
3) Cash Plays
4) One-Eyed Royals
5) A Chip and a Chair

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