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| © Edel Elements |
| V. C. Andrews |
Verlag: Edel Elements 2015
Seiten: 157
ISBN: 978-3955306847
MEINE BEWERTUNG
- ★★★★★ -
ISBN: 978-3955306847
MEINE BEWERTUNG
- ★★★★★ -
Über die Zerbrechlichkeit der Kindheit
Vier junge Frauen werden durch schmerzhafte Erinnerungen und schwierige Familienverhältnisse vereint. Sie finden in Dr. Marlowes Therapiegruppe zusammen und sind inmitten ihres Heilungsprozesses, in dem sie ihre Geschichten teilen. In diesem Band der Wildflower-Saga begleiten wir Star durch eine Kindheit voller Entbehrungen und Vernachlässigung, während sie versucht, ihren eigenen Weg aus der Dunkelheit zu finden.
„Star“ ist der zweite Band der Wildflower-Saga. Diese Reihe handelt von vier jungen Frauen, die im Rahmen einer Gruppentherapie von ihrer traumatischen Kindheit sowie Jugend berichten. Jede von ihnen arbeitet ihre eigene Geschichte auf.
Diese Reihe ist für mich ein willkommener Gegenpol zu den vielen Thrillern und Horror-Romanen, zu denen ich sonst greife. Denn die Geschichten von V. C. Andrews wirken nach und öffnen andere Perspektiven.
Diesmal erzählt Star von ihrem Aufwachsen. Wie auch im Vorgänger sind es Erinnerungen an eine Kindheit, die von Vernachlässigung, Überforderung und Gefühlskälte geprägt ist. „Star“ steht damit „Misty“ um nichts nach. Großteils habe ich ihre Erzählung sogar als noch schrecklicher empfunden. Andrews baut keine herkömmliche Spannungskurve auf, sondern offenbart schonungslos familiäre Abgründe.
Stars Schilderungen sind richtig brutal. Es ist eine Kindheit ohne Sicherheit, ohne verlässliche Bezugsperson und ohne das Gefühl, wirklich gesehen zu werden. Ihr Zuhause und ihre Familie wirken wie ein Ort dauerhafter Überforderung, in dem kindliche Bedürfnisse keinen Platz haben.
Getroffen hat mich die Selbstverständlichkeit, mit der Verantwortung auf Star abgewälzt wird. Sie darf kein Kind sein, sondern passt sich an, hält den Laden am Laufen und zieht sich zwischendurch in ihre Gedankenwelt zurück. Schockiert hat mich außerdem, dass viele Stellen einfach wegsehen, obwohl sie in ihrer Rolle genauestens hinschauen müssten.
Veränderungen innerhalb des Umfelds verschärfen die familiäre Situation und schmeißen dieses fragile Familienkonstrukt einfach um. Zumindest erhält Star zum Ende hin etwas Halt, wobei bei mir der Eindruck bleibt, dass es eher um Schadensbegrenzung als um Heilung geht.
Die Gruppentherapie bei Dr. Marlowe bildet den erzählerischen Rahmen. Dieser bleibt weiterhin nüchtern und zurückhaltend. Zwar gibt es kleine Einblicke in Dr. Marlowes eigene Geschichte, doch die Informationen bleiben sehr vage. Dabei würde ich schon gern mehr über sie als Person erfahren.
Obwohl es ganz und gar nicht dem gewohnten Stil von V. C. Andrews entspricht, empfinde ich die Erzählweise als wirklich gelungen. Durch die Rahmenhandlung und den Schreibstil entsteht automatisch ein emotionaler Abstand zum Geschehen. Das war für mich eine Erleichterung, weil die behandelten Themen schwer und belastend sind. Daher ist es für mich wie eine Art Schutzschild, das verhindert, dass ich von den Ereignissen vollständig überwältigt werde.
Normalerweise sind die Romane der Autorin emotional fordernd und zugespitzt. Bei „Star“ übt sie sich in Zurückhaltung und schlachtet das Leid nicht aus, sondern stellt es still und beinahe sachlich dar. Dennoch ist „Star“ eindeutig kein leichtes Buch, aber eines, das leise trifft und im Kopf bleibt.
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MEINE BEWERTUNG
★★★★★
Die Wildflower-Saga:
1) Misty [Rezension lesen]
2) Star
3) Jade
4) Cat
5) Garten der Versuchung
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Guten morgen, Nicole
AntwortenLöschenAch die Bücher von V.C. Andrews- ja ich kenne sie von früher. Diejenigen, die sie selber geschrieben hat. Aber nach ihrem Tod wurde ja ein Ghostwriter verpflichtet und von da an merkte man, das sich die Bücher bzw Geschichten verändert hatten. Mir haben sie da nicht mehr gefallen und ich belasse es auf die ersten beiden Sagas.
Liebe Grüße
Anja