Montag, 11. Juni 2018

Rezension: The Death. Quarantäne - John W. Vance

© Luzifer Verlag
The Death. Quarantäne
| John W. Vance |

Verlag: Luzifer Verlag 2015
Seiten: 400 
ISBN: 9783958350342

MEINE BEWERTUNG 

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The End

Eine tödliche Pandemie breitet sich aus und löscht innerhalb kürzester Zeit Leben aus. Devin Chase hatte dahingehend Glück, dass er sich rechtzeitig aus dem städtischen Trubel zurückgezogen hat. So war er sozusagen in Quarantäne als der Virus namens "The Death" seiner Bestimmung nachgegangen ist. Nach etlichen Monaten bricht Devin aus seinem Einsiedler-Dasein aus und erblickt eine Welt, in der ganz neue Regeln gelten.

"The Death. Quarantäne" ist der erste Teil einer Endzeit-Reihe, die sich mit dem Leben nach dem tödlichen Virus beschäftigt. 

Gleich zu Beginn war ich etwas enttäuscht, weil man von der Pandemie selbst nur wenig mitbekommt. Als Leser ist man auf Devins Wissensstand, der sich in einem Schuppen auf einer Farm zurückgezogen hat. Gemeinsam mit ihm entdeckt man die Welt, durch die der Virus gewütet ist. 


In einem weiteren Handlungsstrang ist man mit Lori unterwegs. Sie konnte sich mit ihrer Familie in ein Camp der Katastrophenschutzbehörde zurückziehen. Nach und nach kommt ihr in den Sinn, dass das nicht unbedingt ein sicherer Ort ist. 


Thematischer Schwerpunkt dieser Reihe liegt laut diesem Band im zwischenmenschlichen Bereich. Nach dem der Virus 90 % der Menschheit umgebracht hat, kristallisieren sich neue Machtgefüge heraus, die auf dem ersten Blick im Recht des Stärken bestehen. 


Diesbezüglich wurden schon etliche Szenarien entworfen und auch John W. Vance reiht sich mit seinen Ideen in gängiger Manier ein. Gewalt steht an der Tagesordnung, Frauen werden vergewaltigt, Menschenhandel und Kannibalismus gehören zum Tagesgeschehen und es gibt natürlich eine Geschichte hinter dem Virus, die es aufzuspüren gilt. 


An der Entwicklung des Virus' und seiner Verbreitung ist der Erzählpart um Lori dran. Sie ist es, die die Zusammenhänge im Hintergrund für den Leser entdeckt, und damit Licht um das mysteriöse Auftauchen von "The Death" bringen kann. Leider hatte ich die Hintergründe um den Virus viel zu schnell durchschaut, weil der Autor ziemlich geradlinig und ohne Schnörkel in seinem Erzählstil ist. Zwar erlebt man durch Lori den Camp-Alltag und politische Machenschaften aus erster Hand, doch insgesamt hat es an Atmosphäre sowie Spannung gefehlt.


Genauso ist es mir auch mit dem Strang um Devin ergangen. Gemeinsam mit Devin ist man im 'offenen' Land weitab regierungsnaher Organisationen unterwegs und schlägt sich mit Selbstjustiz und brutalen, selbsternannten Führungsriegen herum. Alles in allem handelt es sich dabei um Elemente, die bei mir nicht unbedingt den Reiz einer Endzeit-Story ausmachen. 


Meiner Meinung nach ist der Autor viel zu schnell ans Eingemachte gegangen, und hätte seiner Story etwas mehr Tiefe geben können. Allein schon der Hergang der Pandemie selbst hätte mich interessiert, doch dieser bleibt bis auf wenige Rückblenden vollkommen ausgespart. 


Im Endeffekt bleibt ein eher typischer Endzeitverlauf, der aufgrund der Namenswahl und persönlicher Ereignisse der Figuren marginal an "The Walking Dead" erinnert, im Unterschied dazu (leider) keine Zombiemeuten aufzuweisen hat. 


Leser, die besonders gern in intrigante Machenschaften einer Menschheit am Ende der Zeit eintauchen, werden dennoch ihre Freude haben, weil es zweifellos ein solider Reihenauftakt ist. Mich hat "The Death" nicht ganz überzeugt, da ich mir mehr Endzeitstimmung erhofft hatte. 

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MEINE BEWERTUNG

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Kommentare:

  1. Huhu Nicole :D

    Das klingt ja irgendwie wie "The walking Dead", die langweiligeren Folgen, in denen nichts passiert ist :P

    Schade, "Endzeit"-Bücher sind meiner Meinung nach echt schwer zu finden, ich habe bisher auch nur wenige gelesen, die mich vollends überzeugen konnte, deswegen tue ich mich auch etwas schwer mit dem Genre. Und bei "The walking Dead" bin ich seit der letzten Staffel auch irgendwie raus ... Mir fehlte es da auch immer mehr an Atmosphäre ...

    Liebe Grüße
    Jessi

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    1. Hallo Jessi,

      ja, irgendwie ist es wirklich in Richtung TWD, nur fehlen halt die Zombies. XD Etwas mehr Aufregung hätte diesem Reihenauftakt gut getan. Immer nur dieses zwischenmenschliche Drama finde ich bei Endzeit-Storys langweilig. Die Atmosphäre, auf die kommt es mir an.

      Die letzte Staffel von TWD war schon recht heftig. Da ist mir teilweise auch der Spaß vergangen. Mein Mann und ich werden trotzdem weiterschauen.

      Liebe Grüße,
      Nicole

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  2. Ich kann dir gar nicht sagen, wie oft ich mit meinen Gedanken zu dem Buch angefangen habe und dann nicht weitergekommen bin, Nicole. Nun sehe ich bei dir, dass du den Nagel auf den Kopf getroffen hast. Dass ich den zweiten Teil schon angelesen habe, weißt du ja. Seither bin ich aber auch nicht weitergekommen. "...intrigante Machenschaften einer Menschheit..." - dies steckt wohl hinter dieser Geschichte und das hässliche Gesicht, das die verbliebene Menschheit zeigt, ist, wie wir festgestellt haben, nicht selten erschreckend.

    Ich musste gerade über deine und Jessis Gedanken zu TWD schmunzeln. Auch ich habe alle Staffeln gesehen und kann euer Empfinden sehr gut nachvollziehen.

    Liebste Grüße, Hibi

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    1. Hallo Hibi,

      das freut mich, dass du es so siehst! Ich habe mir mit der Rezi richtig schwer getan, weil es sich gar nicht so einfach benennen lässt, was mich nicht überzeugt hat. Und schlecht ist es ja nicht, aber ein Wow-Effekt und ein Muss-ich-unbedingt-weiterlesen ist leider aus geblieben.

      Liebe Grüße,
      Nicole

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  3. Oh, da dachte ich direkt "Haben will" und dann las ich weiter und das Buch bzw. der Auftakt klingen zwar immer noch interessant, aber nicht nach einem Buch, das direkt im Einkaufskörbhcen landet. Den Titel merk ich mir mal, vielleicht überkommt mich ja mal die Lust auf das eigene Leseerlebnis ;)

    Liebe Grüße,
    Janna

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    1. Hallo Janna,

      oh ja, das war auch mein erster Gedanke, als ich dem Buch zum ersten Mal begegnet bin. :D Schlecht ist es ja nicht, aber eben nicht ganz das, was ich mir von einer Endzeit-Story erwarte. Es hat mir an Atmosphäre gefehlt, die ist mir besonders wichtig.

      Vielleicht schafft es das Buch zu dir. :) Hoffentlich kannst du dann etwas besser in dieses endzeitliche Machtgefüge abtauche und greifst sogar zum nächsten Teil der Reihe.

      Liebe Grüße,
      Nicole

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    2. Ich finde die Atmosphäre gerade bei solchen Geschichten auch sehr wichtig! Ich schau mal ob es das als Hörbuch gibt (=

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    3. Nein, ich glaube nicht, dass es eine Audioversion davon gibt.

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