Montag, 18. Februar 2019

Rezension: Die letzten Tage des Jack Sparks - Jason Arnopp

© Knaur Verlag
Die letzten Tage des Jack Sparks
| Jason Arnopp |

Verlag: Knaur Verlag 2019
Seiten: 400 
ISBN: 9783426226810

MEINE BEWERTUNG 

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Moderner Horror-Roman

Gibt es das Übernatürliche? Nein? Jack Sparks ist ebenfalls dieser Meinung. Bis er sich auf seinen letzten Horror-Trip begibt. 

"Die letzten Tage des Jack Sparks" ist Jason Arnopps Debüt, und ein zeitgemäßer Horror-Roman, der die Moderne mit althergebrachten Facetten des Genres vereint.

Prinzipiell geht es darum, dass Jack Sparks nicht an Geister glaubt. Er lehnt grundsätzlich alles ab, was ans Übernatürliche denken lässt. Egal, ob es Geistererscheinungen, Rituale oder Religionen sind - laut ihm gibt es das alles nicht. Er widmet sein nächstes Buch diesem Thema, weil er zeigen will, wie leichtgläubig Menschen sind.


Nun macht er sich als Journalist und Autor auf die Reise, um dem Übersinnlichen zu begegnen beziehungsweise, um es zu widerlegen. Denn Jack Sparks weiß genau, dass es sich nur um Täuschungen handelt.


Der Titel allein verrät schon, wie diese Reise enden wird. Daher überrascht es kaum, dass Jack Sparks Bruder Alistair diese letzten Tage in diesem Werk zusammenfasst. Dabei verwendet er Jacks Rohfassung, die Schilderung der Ereignisse, bedient sich an Mails, Transkripten und diversen Nachrichten von Jacks Online-Präsenz.


Jack Sparks ist ein arroganter, unsympathischer Typ im Höhenrausch. Seine bisherigen Werke waren allesamt erfolgreich, er sonnt sich im Ruhm und genießt seine Fan-Scharen. Mit seinem oberflächlichem, schroffe Gehabe weiß er nur zugut, dass er Grenzen übertritt. Es kümmert ihn einfach nicht.


Jack macht sich nun an die Arbeit und zur Recherche auf. Sein erster Halt führt ihn nach Italien, wo er einem Exorzismus beiwohnen darf. Es haut alle Anwesenden aus den Socken als der bekannte Journalist einen Lachanfall während des Rituals kriegt - und damit den Exorzismus kippt. Gleich im Anschluss taucht ein mysteriöses Video auf YouTube! auf. Und langsam kriegt es sogar Jack mit ein klein wenig Angst zutun …


„Die letzten Tage des Jack Sparks“ beginnt sehr mysteriös. Schon zu Beginn weiß man, dass Jack gestorben ist. Sein Bruder Alistair bemüht sich, die Ereignisse in diesem Werk zusammenzufassen. Diese Tatsache allein beschwört beim Lesen ein Gefühl von Anspannung und  Neugierde herauf. Außerdem ist es fesselnd, das Geschehen aus erster Hand zu erfahren.


Denn durch Jacks Rohfassung wohnt man der Handlung mit einem Live-Charakter bei. Für mich ähnelt es einem geschriebenen Stil des „Blair Witch Projects“, weil es sich echt und wahr anfühlt. 


Die Handlung selbst ist schon sehr durchtrieben und genial konstruiert. Man fiebert mit Jack, lässt sich von ihm verwirren, runzelt die Stirn, wenn man Alistairs Anmerkungen liest, und fühlt eine Bedrohung, die über die Seiten fließt. 


Bemerkenswert sind all die Elemente und Facetten, die Arnopp gekonnt einbringt. Einerseits sind da all diese bekannten Aspekte, die man aus Horror-Klassikern kennt: Der Exorzismus, die Kirche, die Dämonen, Wahnvorstellungen, Blut und Angst. Andererseits hat er digitale Kommunikationsmedien und den aktuellen Zeitgeist eingebaut, die diesem Horror-Roman einen höchst modernen Anstrich verleihen.


Während des Lesens habe ich mich oft gefragt, was Jack passiert und wie man das Ende erfahren wird, weil er es selbst - aus bekannten Grund - nicht erzählen kann. Mit diesem Schluss hat Jason Arnopp einen Meisterstreich hingelegt, mich verblüfft und dem klassischen Horror alle Ehre gemacht!


Meiner Meinung nach hat Jason Arnopp mit „Die letzten Tage des Jack Sparks“ einen modernen, fesselnden und lesenswerten Horror-Roman hingelegt. Ich hoffe sehr, dass es der erste von vielen ist! 

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MEINE BEWERTUNG

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Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar.



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Kommentare:

  1. Huhu :)

    Tolle Rezi :) Ich habe das Buch auch zu Hause liegen und freue mich schon darauf, es bald zu lesen.

    Liebe Grüsse
    Sabs

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    1. Hallo Sabs,

      hoffentlich gefällt es dir auch. Ich fand es ganz große klasse, es war ganz nach meinem Geschmack.

      Viel Spaß mit Jack Sparks und schönes Gruseln!

      Liebe Grüße,
      nicole

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  2. Huhu Nicole :D

    Oh, yeah :D Das klingt echt nach meinem Geschmack, besonders mit dem im "Stil von Blair witch Project" hattest du mich :D Klingt mal wieder nach einem originellen Horrorbuch!

    Ich werde es definitiv lesen, wenn sich meine momentane Situation etwas gebessert hat! :D

    Danke für den Tipp! :D

    Liebe Grüße
    Jessi

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    1. Hallo Jessi,

      originell ist die richtige Bezeichnung dafür! Der Autor hat sich das was Feines einfallen lassen, und dem althergebrachten Horror einen modernen Anstrich verliehen.

      Ich freue mich auf deine Meinung dazu!

      Liebe Grüße,
      Nicole

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  3. Also auf der einen Seite bin ich neugierig, auf der anderen stellen sich meine Antennen auf. Da ich so etwas (inhaltlich) als Film nicht ernst nehmen kann, weiß ich nicht, ob es als Buch besser wäre.
    Glaub das fällt in die Kategorie: ausleihen und probieren :P

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    1. Hm. Wenn Interesse besteht, dann solltest du es schon versuchen. Ich bin ja vom Exorzismus-Thema total angetan - mag es total gern in Horror-Romanen und freue mich, wenn das Thema modern erzählt wird.

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  4. Hallo Nicole,

    da sind wir uns absolut einig das Buch ist absolut lesenswert. Jack ist schon sehr speziell und ich hätte ihn so manches Mal schlagen können. Aber ich muss gestehen, dass ich ihn zum Ende hin irgendwie mochte... 🤔

    Ich hoffe auf jeden Fall, dass da noch einiges von Jason Arnopp kommen wird.

    Hab ein schönes Wochenende. 😊

    Liebe Grüße
    Silke

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    1. Hallo Silke,

      Jack war absolut furchtbar! XD So ein arroganter Kerl! Zum Ende hin konnte ich aber auch nicht anders, als Sympathie für ihn zu entwickeln. Und er hat mir echt leid getan.

      Oh ja, hoffentlich fällt Arnopp noch viel mehr in diese Richtung ein. :)

      Schönen Sonntag & liebe Grüße,
      Nicole

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