Freitag, 19. April 2019

Rezension: Rainfield High - Jeidra Rainey

© Jeidra Rainey *
Rainfield High
| Jeidra Rainey |

Verlag: Indepently published 2019
Seiten: 380 
ISBN: 97831791804800

MEINE BEWERTUNG 

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High-School-Horror

An der Rainfield High ist der Physik-Lehrer Mr. Leach allen Schülern ein Begriff. Als Bösartigkeit in Person trichtert er seinen Schülern nicht nur Wissen sondern Gehorsam ein. Als der gefürchtete Lehrer im Unterricht verstirbt, atmet die Schülerschaft erleichtert auf. Noch ahnen sie nicht, dass Mr. Leachs Geist in der Schule weiterhin lebendig ist.

"Rainfield High" ist feiner Jugendhorror, der mit den Facetten des Schulalltags spielt: Gefürchtete Lehrer, beliebte Cliquen, furchteinflößende Unterrichtsfächer und abstoßende Schauer-Elemente, deren Ekelfaktor kaum zu übertreffen ist.

Zuerst wird man in den Alltag an der Rainfield High hineingezogen. Anhand der Protagonisten Amber und Collin lernt man das soziale Gefüge der Schule kennen. Wer sind die beliebten Teens, mit wem kann man sich sehen lassen, und welche Kurse sollten möglichst gemieden werden?


Obwohl sich Amber und Collin nur vom Sehen kennen, haben sie eine große Gemeinsamkeit. Sie bewegen sich eher am Rand des Schulgeschehens, beobachten lieber von Außen und sind kaum oder gar nicht - zumindest in Ambers Fall - dabei.


Außerdem verarbeitet die Autorin feine Perspektivenwechsel. Als Leser erfährt man genauso, was die Lehrerschaft denkt und treibt, welche Zweifel sie quälen und aus welcher Motivation heraus gehandelt wird. 


Die Handlung beinhaltet ein gruseliges Ekelpaket, das mich manchmal mit meinem Mageninhalt kämpfen ließ. Blutige Speisen und äußerst abstoßende Szenen am Klo sollte man schon verkraften können, wenn man sich auf die Rainfield High wagt.


Zentral im Geschehen ist der gefürchtete Mr. Leach, der in seinem eigenen Physikunterricht zu Tode kommt. Der Mann treibt seinen patriarchalisch-konzeptionalisierten Kurs an die Spitze, indem er sich nicht auf's Lehren beschränkt sondern sein Weltbild auf die Schüler übertragen will.


Nach seinem Tod bleibt allerdings keine Zeit für Erleichterung, weil sein boshafter Geist weiterhin in der Schule ist.


Mr. Leach habe ich als Stellvertreter für manch böswilligen Lehrer empfunden, dem wohl jeder in seiner Schulzeit auf die eigene Art begegnet ist. Mir gefällt, dass Jeidra Rainey die Boshaftigkeit nicht als gegeben nimmt, sondern die Ursachen dafür aufdeckt.


Insgesamt habe ich diesen Horror-Roman sehr gern gelesen. Erinnerungen an die eigene Schulzeit, Gruppenzwang und ausgeprägte Schauerelemente treiben hier das Lesevergnügen an. Außerdem schafft es die Autorin, dass man als Leser hinter die Fassade der Figuren blickt, und somit Einsicht in ihre Beweggründe erhält.


Unterm Strich bleiben interessante Figuren, ein gruseliges Umfeld und Schauer-Elemente mit Ekel-Alarm. Wer in eine horrormäßige Schulzeit abtauchen will, und sich mit magenumdrehenden Szenen arrangieren kann, wird bestimmt eine lehrreiche Zeit an der Rainfield High erleben - die ich Horror-Freunden empfehlen kann.

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MEINE BEWERTUNG

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Ich bedanke mich bei der Autorin für das Leseexemplar.

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Kommentare:

  1. Huhu Nicole :D

    Erst einmal vielen lieben Dank für deine Rezension! :D Es freut mich natürlich total, dass du hier Spaß beim Lesen hattest! :D Mr. Leach sucht mich irgendwie immer noch in meinen Träumen heim, was aber sicher auch daran lag, dass er meinem damaligen Physiklehrer nachempfunden war, der tatsächlich ein wenig so drauf war wie Mr. Leach! (Ich bin echt mal vor die Tür geschmissen worden, weil ich auf den Tisch statt an die Tafel geschaut habe!)

    Ich hoffe, du hast beim nächsten Mal auch wieder Lust nach Rainfield zu reisen! :D Von der Thematik meiner beiden momentanen Projekte dürftest du dich wohl angesprochen fühlen! :D

    Liebe Grüße und frohe Ostern!
    Jessi

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    1. Hallo Jessi,

      oh ja, mir hat das Lesen großen Spaß gemacht. Mir hat auch gefallen, dass du laufend Bezug zu anderen Büchern hergestellt hast.

      Ich glaube, dass wir alle mal einen Lehrer dieser Art hatten, wenn auch nicht so extrem. Ich hatte eine Englischlehrerin, die hat ihre Schüler mit Kreide und sogar dem Schlüsselbund abgeschossen. ^^

      Na, da bin ich ja gespannt, was du als nächstes angehst. :)

      Liebe Grüße,
      Nicole

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