Mittwoch, 22. Mai 2019

Rezension: Blinde Lust - Amy Walker

| Amy Walker |

Verlag: blue panther books 2017
Seiten: 304 
ISBN: 9783862776900

MEINE BEWERTUNG 

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Begierde, Lust und Schulterzucken

Studentin Lara braucht Geld. Daher nimmt sie einen Job als Haushaltshilfe an. Ihr Arbeitgeber ist blind. Und plötzlich merkt sie, wie voyeuristische und exhibitionistische Begierde in ihr steckt. Sie gerät in einen Sog aus Verlangen und sexueller Lust, den ihr neuer Arbeitgeber Jason aber nicht stillen will.

"Blinde Lust" ist ein erotischer Roman. Mit diesem Genre habe ich an und für sich keine Erfahrung. Ich war neugierig, ob mich prickelnde Erotik im Buchformat überzeugen kann, und habe deshalb zu diesem Buch gegriffen.

Vorneweg, nein, erotische Literatur scheint nicht meins zu sein. Ich habe mich gelangweilt, die Story an sich fand ich weit hergeholt und die anregenden Passagen haben mir zumeist ein Schulterzucken oder überdrehte Augen beschert.


Lara braucht unbedingt einen Job, damit sie sich ihre Wohnung finanzieren kann. Daher heuert sie als Haushaltshilfe beim charismatischen - aber blinden - Jason an. Ihr Arbeitgeber turnt sie sofort unheimlich an. Denn er hat viele Geheimnisse, die in ihr unstillbare Lust und voyeuristische Züge hervorlocken. 


Mir fehlt es am Vergleich und ich weiß nicht, wie normalerweise ein erotischer Roman funktioniert. Jedenfalls hat mich die Rahmenhandlung nicht ganz überzeugt, wobei das Hauptaugenmerk in dem Fall wohl auf anderen Passagen liegt. 


Zwischen Lara und Jason prickelt es sofort. Von einem Moment auf den anderen ist Lara ihrem Arbeitgeber verfallen, sie kriegt ihn nicht aus dem Kopf und würde ihm am liebsten auf der Stelle die Hose runterreissen. Schon allein das erste Zusammentreffen erschlägt einen mit sexueller Gier, die aufgrund der Situation für mich nicht nachvollziehbar ist.


Wahrscheinlich liegt es hier an mir als Leserin, weil ich mir trotz des Vermerks auf die Erotik dennoch eine solide Rahmenhandlung erwarte. So ganz hat es für mich nicht funktioniert. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man einen Menschen sofort mit seinem sexuellem Verlangen konfrontiert.


Von daher ging mir alles zu schnell, zu unbedacht, zu plump. Gerade die Ausgangslage eines blinden Mannes und der klischeehaften Haushaltshilfe hätte doch viel Raum für prickelnde Augenblicke gegeben. Diese wurden jedoch ziemlich forsch umgesetzt, was bei mir eher Ungläubigkeit und angewidertes Augenrollen verursacht, statt sexuelle ansprechende Atmosphäre zu kreieren.


Die Geschichte wird aus Laras Perspektive erzählt. Daher ist man als Leser ihrem sexuellen Drang hilflos ausgeliefert. Gestört hat mich hier besonders, dass sie ständig von ihrer Perle spricht. Dieses gute Stück pocht und saftet wie eine überreife Orange, was für mich zu viel an Details gewesen ist.


In die Handlung sind Geheimnisse und Jasons Ex-Frau July eingebaut, die wohl der Story einheizen sollen, obwohl es nicht ganz plausibel auf mich wirkt. Und auch mit dem Ende bin ich alles andere als zufrieden, obwohl es die Autorin in Anbetracht der Ausgangslage gut hinkriegt.


Im Endeffekt vergebe ich zwei Sterne für diesen Roman. Allerdings ist es nunmal nicht mein Genre, und ich kenne keine vergleichbaren Werke. Ich kann nicht beurteilen, ob der passionierte Erotik-Leser damit auf seine Kosten kommt. Im Zweifelsfall muss man es einfach mal ausprobieren.

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MEINE BEWERTUNG


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