Dienstag, 22. September 2020

Rezension: Tod in einer Tropennacht - Sabine Strick

Tod in einer Tropennacht
© Piper
Tod in einer Tropennacht 
| Sabine Strick |

Verlag: Piper Verlag 2020
Seiten: 288 
ISBN: 978492502078 

MEINE BEWERTUNG
- ★★★



Tropische Krimilektüre für laue Sommernächte

Der ehemalige Hauptkommissar Lucien Mahé erlebt während seines Urlaubs ein stürmisches Liebesabenteuer am Strand. Doch die leidenschaftliche Touristin überlebt die heiße Nacht nicht. Lucien steht unter Mordverdacht und setzt alles daran, seine Unschuld zu beweisen. 

"Tod in einer Tropennacht" ist ein leichter La-Réunion-Krimi, der mit tropischem Charme und französischem Flair eine ideale Lektüre für laue Sommernächte ist. 

Es handelt sich um die Fortsetzung einer Krimireihe, wobei meiner Erfahrung nach dieser zweite Band ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Autorin Sabine Strick geht auf wichtige Details aus dem Reihenauftakt ein, wodurch man auf dem notwendigen Wissensstand ist.

Lucien Mahé war Hauptkommissar in Paris und kehrt in die Heimat zurück: La Réunion. Hier möchte er sich ein neues Leben aufbauen, in das Häuschen seiner Mutter einziehen und denkt derzeit über berufliche Möglichkeiten nach. Doch bevor der nächste Lebensabschnitt richtig anfängt, verbringt er einige Urlaubstage mit seiner erwachsenen Tochter in einem Hotel: Ein Aufenthalt, dem die verheerende Liebesnacht entspringt. 

Mordopfer Nadia ist eine rassige Touristin, die sich den begehrenswerten Mahé nicht entgehen lässt. Schon während der Liebesnacht ahnt der ehemalige Kommissar, dass die erotische Betätigung am Strand ein Fehler ist. Ganz sicher ist er sich, als Nadias Leiche am nächsten Tag vom Meer angespült wird. 

Sabine Strick fädelt den Fall um das Mordopfer souverän ein. Anfangs war ich mir als Leser relativ sicher, wer die Dame umgebracht hat. Doch im Lauf der Ermittlungen scheinen weitere Motive auf, die einen prickelnden Krimi und ein kniffeliges Rätsel ergeben. Zum Ende hin wird der Knoten kunstgerecht entwirrt und es bleibt ein leichter Roman, der definitiv lesenswert ist.

Gestört hat mich der Beziehungscharakter, der im gesamten Roman im Vordergrund steht. Lucien Mahé ist ein begehrter Mann, der etlichen Damen den Kopf verdreht. Gefühlsmäßig steht er mit jeder auftretenden Frau in irgendeiner Form in amouröser Verbindung, obwohl er kein typischer Draufgänger ist.

Der emotionale Part reicht über Mahés weibliche Bekanntschaften hinaus, denn es wird außerdem die Abneigung zu seinen Gegenspieler Kommissar Talon fokussiert. Lucien Mahé hat Talon beruflich ins Handwerk gepfuscht, was der wiederum nicht auf sich sitzen lässt. Dazu wird Talons Perspektive beleuchtet, wodurch man als Leser Einblick in die laufenden Ermittlungen der Polizei gewinnt. 

Mich hat in erster Linie der Schauplatz La Réunion gereizt. Das Setting um dieses tropische Fleckchen Frankreich wird von der Autorin äußerst bildhaft dargestellt. Ich sah die bunten Farben, hörte das Meer rauschen, spürte gleichzeitig französischen Flair sowie den Sand unter den Füßen und blickte auf die Vulkanlandschaft, wobei mir der Geruch von Schwefel in die Nase stieg.

Obwohl ich mit Krimis mit Beziehungsverstrickungen wenig anfange, hat mir Sabine Stricks kriminalistischer Ausflug auf La Réunion dank des tropischen Rahmens und der souveränen Handlung Spaß gemacht.

Alles in allem ist „Tod in einer Tropennacht“ daher ein solider Krimi, der dank exotischem Ambiente ausgezeichnet als sommerliche Lektüre passt und aufgrund der Hintergründe des Mordopfers kriminalistischen Rätselspaß zu bieten hat.
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MEINE BEWERTUNG

Bisher erschiene Lava-&-Wellen-Krimis:
01) Tod auf dem Vulkan 
02) Tod in einer Tropennacht

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