Mittwoch, 26. Juni 2019

Rezension: Eliminiert - Teri Terry

| Teri Terry |

Verlag: Coppenrath Verlag 2018
Seiten: 480 
ISBN: 9783649626015

MEINE BEWERTUNG 

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Eliminiert

Die Ursache für die Epidemie ist gefunden. Nun liegt es an Shay, den berüchtigten Dr. 1 zur Strecke zu bringen. Dazu muss sie sich in seine Reihen einschleusen, auch wenn sie dafür ihre große Liebe riskiert.

„Eliminiert“ ist der dritte Teil von Teri Terrys Dark-Matter-Trilogie. Bei dieser Reihe lässt die Autorin eine Epidemie über Großbritannien kommen, deren wenige Überlebende mit neuer Kraft hervorgehen. Und Shay ist eine davon.

Der erste Band hat mit dem Verschwinden des Mädchens Callie begonnen. Shay hat sie gesehen und nahm Kontakt mit deren Bruder Kai auf. Während sich die Jugendlichen um die Vermisstensuche kümmern, bricht eine Epidemie über der Insel aus. Callie überlebt und nimmt seltsame Veränderungen an sich wahr. 


Diese Mutationen haben alle Überlebenden gemein, und sie werden dadurch zum Furchtobjekt der - (noch) gesunden - Bevölkerung. Gleichzeitig kommt Shay der Ursache der Epidemie auf den Grund. In diesem Abschlussband ist es an der Zeit, dem geheimnisvollen Dr. 1 das Handwerk zu legen.


Wie in den vorherigen Bänden wird das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Shay und Kai nehmen meinem Gefühl nach die wichtigsten Abschnitte ein. Während Shay sich in die eher ruhigen Reihen des berüchtigten Dr. 1 fügt, ist man mit Kai weiterhin auf den Straßen Großbritanniens unterwegs. 


Leider konnte mich der Abschlussband nicht mehr komplett für sich gewinnen. Ich war von den ersten beiden Teilen absolut begeistert, doch dieser Enthusiasmus ist schon beim Einstieg in den letzten Band abgeflaut.


Zuerst habe ich mit meiner Orientierungslosigkeit gekämpft. Ich tat mir schwer, die Ereignisse aus den vorherigen Teilen gedanklich zusammenzubekommen. Was war noch einmal geschehen? Warum sitzt Shay in dem Hubschrauber? Weshalb schmeißt sich Freja an Kai ran? Und wer ist überhaupt Lara?


Die Geschehnisse begannen einst mit dem vermissten Mädchen, gingen über die Krankheit und sind durch perfide Machenschaften mit Familiencharakter zu einem komplexen Gesamtgefüge gewachsen. Nachdem relativ viel Zeit zwischen den Bänden vergangen war, hatte das eindeutig mein Lesevergnügen gebremst.


Hinzu kommt, dass der Leser mit Shay in einer sektenartigen Gemeinschaft landet, wo sich bei mir alles sträubt. Diese Vereinigung war gedanklich so weit von dem grundlegenden Thema der Epidemie weg, das sie mich inhaltlich nicht mehr für sich eingenommen hat. Dazu kommen die eher übernatürlichen Fähigkeiten der Überlebenden, die mich in ihren Beschreibungen leider nicht so recht überzeugen wollten. 


Gefallen hat mir auf jeden Fall, wie Teri Terry wissenschaftliche Theorien einbringt, um die Grundlage für den Ausgang der Story zu legen. Auf diese Weise betrachtet, hat die Autorin ein großartig komplexes Werk auf die Beine gestellt, das ich so bisher nicht erzählt bekommen habe. 


Der Schluss ist meiner Ansicht nach gelungen, auch wenn wir leider nicht mit allen Figuren abgeschlossen haben. Es sind ein paar Lücken geblieben, die vermutlich den Umfang der Trilogie gesprengt hätten. Jedenfalls hat Teri Terry am Ende einer faszinierenden Theorie ein Gesicht gegeben, die meine Erwartungen letztendlich übertroffen hat.


Unterm Strich ist Teri Terrys Dark-Matter-Trilogie, trotz meiner kritischen Töne, absolut lesenswert. Während ich mich bei den ersten beiden Bänden vor Begeisterung kaum halten konnte, ist der Abschlussband nicht ganz meins gewesen. Trotzdem bin ich mir sicher, dass es sich für andere Leser lohnt, mit „Eliminiert“ das Ende der Geschichte von Shay, Kai, Callie und dem geheimnisvollen Virus zu erfahren.

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MEINE BEWERTUNG
Die Trilogie:
1) Infiziert [Rezension lesen]
2) Manipuliert [Rezension lesen]
3) Eliminiert
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Kommentare:

  1. Hallo Nicole,

    sehr schade, dass dir der Abschlussband nicht ganz so gut gefallen hat, wobei ich deine Kritikpunkte nachvollziehen kann. Mich konnte die komplette Reihe richtig begeistern und ich mag die Ideen und den Schreibstil von Teri Terry einfach unheimlich gern.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Hallo Uwe,

      ja, das finde ich auch. Dabei lag es sicher nicht so an Teri Terrys Handwerk, sondern eben an diesem Sektenthema mit dem Drumherum. Das war leider echt nicht meins. Und zu viele Figuren hat sie mir im Lauf der Handlung auch eingebaut. Trotzdem habe ich die Trilogie sehr gern gelesen, und ich werde sicherlich weitere Bücher von ihr lesen.

      Liebe Grüße & schönes Wochenende,
      Nicole

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  2. Liebe Nicole,
    ich habe den letzten Band der "Infiziert" Reihe ebenfalls vor ein paar Tagen beendet und die Rezension dazu ist mittlerweile auch auf meinem Blog zu finden. Mir hat "Eliminiert" tatsächlich von allen Büchern der "Infiziert" Reihe am besten gefallen, allerdings kann ich deine Kritikpunkte ebenfalls gut nachvollziehen, da ich z.B. anfangs auch Probleme hatte, zu erkennen wer Lara ist und mir die "Sekte" auch etwas fragwürdig erschien.

    Alles Liebe, Aurelia

    PS: Wenn es für dich okey wäre, würde ich deine Rezension gerne unter meiner verlinken.
    Falls du das möchtest, kannst du mir gerne Bescheid sagen :)

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    1. Hallo Aurelia,

      ja, mit Lara habe ich mir sehr, sehr schwer getan. Ich hatte da lange Zeit nur Fragezeichen vor Augen! Diesen Dreh hätte sich Teri Terry meiner Meinung nach sparen können, weil so schon mehr als genug Figuren im Geschehen waren. Wirklich? Nein, ich mochte die beiden ersten Teile wahnsinnig gern. Dafür hat mich dieser hier nicht mehr gepackt. Aber gut, so sind wir nun mal alle verschieden. :)

      Ich freue mich natürlich, wenn du meine Rezi verlinkst. Danke! :)

      Liebe Grüße,
      Nicole

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