Sonntag, 5. April 2020

Leserunde | Das Tal der Angst


Welcher Krimileser mag ihn nicht? Den klassischen Detektiv Sherlock Holmes. Und damit dieser Krimi-Klassiker nicht mehr länger am Stapel ungelesener Bücher verstaubt, haben wir uns zu einer Leserunde entschieden.


INHALT

"Sherlock Holmes und Dr. Watson werden eines Tages von einer rätselhaften Nachricht überrascht, deren Entschlüsselung ihnen einen neuen spannenden Fall beschert. Die Ermittlungen führen sie nach Sussex, zu einem alten Herrenhaus, in dem ein grausamer Mord geschah. Inspektor MacDonald, der Kriminalbeamte aus London, arbeitet mit dem berühmten Detektiv zusammen, ohne dessen Hilfe er das Rätsel um den Mord nicht lösen kann – einen Mord, dessen Hintergründe im fernen Amerika zu suchen sind.
(Quelle: Nikol Verlag)

LESEABSCHNITTE

1) Teil 1: Die Tragödie von Birlstone: Kapitel 1 - Kapitel 4

1) Teil 1: (Kapitel 1 = Die Warnung/Kapitel 4 = Dunkelheit)
2) Teil 1: Die Tragödie von Birlstone: Kapitel 5 - Kapitel 7
1) Teil 1: (Kapitel 5 = Die Personen des Dramas/Kapitel 7 = Die Lösung)
3) Teil 2: Die Srowrers: Kapitel 8 - Kapitel 11
1) Teil 1: (Kapitel 8 = Der Mann/Kapitel 11 = Das Tal Der Angst)
4) Teil 2: Die Srowrers: Kapitel 12 - Ende
1) Teil 1: (Kapitel 12 = Die dunkelste Stunde)

Bitte tragt euer Fazit zum Leseabschnitt unter den entsprechenden Kommentaren ein.

Achtet bitte darauf, den richtigen Kommentar zu erwischen, damit andere nicht gespoilert werden.

MIT
Jenny von Jennys Bücherkiste
Martin von Der Beutelwolf-Blog
& mir :)

Am 6. April beginnt die Leserunde zu diesem Buch.
Interessierte sind herzlich eingeladen!

Kommentare:

  1. Antworten
    1. Ein liebes Hallo in die Runde :)

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    2. Hallöchen. :)
      Ich konnte es die letzten Tage schon kaum abwarten, mit dem Buch anzufangen, sodass es jetzt gleich los geht bei mir. :D Ich wünsche euch auch ganz viel Spaß!

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    3. Hallo!
      ich habe vorhin meine Kaffeepause genutzt und angefangen... Mal schauen wie schnell ich das Buch durch habe...
      Auf jeden Fall bin ich mal auf den Austausch in kleiner Runde gespannt.
      ;)
      LG
      Martin

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    4. Hallo Martin,

      ich bin schon auf deine Theorie zum ersten Abschnitt neugierig XD (Lass dich ja nicht hetzen!).

      LG Nicole

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    5. Zur Info: Ich habe den verlinkten Banner an der Sidebar weiter nach unten geschoben (rechts unten).
      Er bleibt noch einige Zeit dort.

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  2. 1) Teil 1: Die Tragödie von Birlstone: Kapitel 1 - Kapitel 4

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    1. Okay, ich muss zugeben, dass ich am Anfang kurz verwirrt war. Eigentlich lese ich die Bücher in chronologischer Reihenfolge, sodass ich etwas verwundert war, dass Professor Moriarty und Colonel Moran noch aktiv sind, obwohl sie in den Büchern, die ich bereits gelesen habe, verstorben sind bzw. verhaftet wurden. Aber gut, ich denke, das Problem liegt darin, dass der Roman zwischen den Kurzgeschichten eines Sammelbands eingeordnet werden müsste. :D Macht aber nichts, dann erfahre ich eben nachträglich mehr über das Schicksal der beiden - eventuell.

      Ansonsten hat mir der Anfang gut gefallen. Es gibt viele Hinweise, aus denen ich mir eine Theorie zusammenbasteln könnte, wenn ich wollte. Bislang hatte ich allerdings noch keinen Geistesblitz, der alles sinnvoll zusammenfügt. Mein erster Verdacht fällt auf Cecil Barker, der es auf die Ehefrau abgesehen hat. Das fände ich allerdings irgendwie enttäuschend. :D Eine andere Theorie ist, dass es sich bei dem Toten gar nicht um Mr. Douglas handelt. Wobei die auf wackeligen Beinen steht, weil dafür müsste sein Gesicht so zerstört sein, dass man es nicht mehr erkennen kann. Das kann ich dem Buch aber bislang nicht entnehmen.

      Was mir gut gefällt, ist dass es fähige Polizisten gibt. Und solche, die zweifelsfrei erkennen, dass das ihre Fähigkeiten übersteigt und deshalb Hilfe holen. Das passiert in den Sherlock Holmes Romanen ziemlich selten. Üblicherweise macht Holmes sich darüber lustig, wie unterbelichtet die Polizisten sind, während die alles tun, um ihm Steine in den Weg zu legen. Das ist hier auf jeden Fall mal eine schöne Abwechslung.

      Ansonsten schaue ich immer gerne, welche Details aus den Büchern sich in der BBC Serie wiederfinden. Manchmal ist das ein Fluch, weil das total spoilert, aber meist sind nur einige Fakten entlehnt. :D Hier habe ich bislang die Geheimbotschaft erkannt. Diese Art von Code wird in der Folge Blind Banker verwendet. Darin taucht auch ein Geheimbund auf, wie im Buch anhand der Visitenkarte und des Brandzeichens vermutet wird. Vielleicht geht der Fall also doch in eine ganz andere Richtung. Mehr References habe ich bislang nicht entdeckt.

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    2. Ich mag die Ausgangslage des Falls. Bisher habe ich 3 Holmes-Romane gelesen, doch den Fall finde ich bisher spannender als die anderen.

      Das mit der Zugbrücke ist schon mysteriös. Ob es wirklich ein Eindringling von außerhalb war? Das Fahrrad deutet ja darauf hin. Aber warum hat der es dann stehen lassen?

      Momentan würde ich auf Mr. Barker tippen, weil er den Toten gefunden hat.
      Aber das mit dem Ehering deutet auf eine Beziehungstat, oder nicht? War es also doch die Ehefrau? ^^ Kann das sein?

      @ Jenny: Ich habe hier die chronologische Reihenfolge nach Erscheinungsjahr:

      1887 Eine Studie in Scharlachrot
      1890 Das Zeichen der Vier
      1892 Die Abenteuer des Sherlock Holmes (Erzählungen)
      1893 Die Memoiren des Sherlock Holmes (Erzählungen)
      1902 Der Hund der Baskervilles
      1904 Die Rückkehr des Sherlock Holmes (Erzählungen)
      1915 Das Tal der Angst
      1917 Seine Abschiedsvorstellung
      1927 Sherlock Holmes’ Buch der Fälle

      Die Kurzgeschichten habe ich nie gelesen, daher ist mir Moriaty neu. :D

      Ach, deine Theorie, dass es gar nicht Mr Douglas war, finde ich nicht schlecht. Doch was ist mit dem Brandzeichen? Wie passt das dann ins Bild? Oder wurde es von Vornherein so arrangiert?

      Mir gefällt auch, dass sich Holmes und die Polizei kooperativ verhalten, und sich gegenseitig respektieren. Das hat was.

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    3. @ Nicole:

      Genau in der Reihenfolge lese ich die Bücher. "Seine Abschiedsvorstellung" und "Sherlock Holmes Buch der Fälle" sind übrigens auch Erzählungen bzw. Kurzgeschichten. ;) Allerdings steht der Reichenbachfall, der DIE Geschichte mit Moriarty ist, in "Die Memoiren des Sherlock Holmes". Das ist die letzte Geschichte dort. Wieder aufgenommen und weitergeführt wird dieser Fall in der ersten Kurzgeschichte in "Die Rückkehr des Sherlock Holmes". Eigentlich passt also "Der Hund der Baskervilles" da schon nicht rein. :D Die inhaltliche Chronologie stimmt also nicht unbedingt mit der Veröffentlichungschronologie überein. Wobei sich das ohnehin nur schwer bestimmen lässt, denn sogar innerhalb eines Kurzgeschichtenbands ist Dr. Watson manchmal schon verheiratet und dann noch nicht. :D Letztlich macht es mir aber nichts, weil es nicht unmittelbar relevant ist. Ich war einfach nur kurz verwirrt. :D

      Zu meiner Theorie, dass der Tote nicht Mr. Douglas ist: Das Brandzeichen hatte ich spontan als Erkennungsmerkmal der Geheimorganisation gedeutet, auf die alle ständig anspielen. Dementsprechend würde jedes andere Mitglied das Brandzeichen ebenfalls haben. Die Idee ist wahrscheinlich auch wieder eine Folge davon, dass im Blind Banker die Bandenmitlieder identische Tattoos haben. xD Aber schlussendlich steht und fällt die ganze Theorie mit der Frage, ob man das Gesicht des Toten noch erkennen kann. Zwar denke ich das nicht, wenn er zwei Schrotladungen ins Gesicht gekriegt hat, aber explizit wird das nicht gesagt, deshalb ist das reine Spekulation.

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    4. Ich wusste gar nicht, dass es da so ein durcheinander gibt, weil ich die Bücher nicht chronologisch lese bzw. gelesen habe. XD

      Der Geheimbund! An den hatte ich jetzt gar nicht gedacht. Aber stimmt, das könnte schon ein Erkennungsmerkmal für den sein. Und wenn Douglas kein Gesicht mehr hat und von der Statur hinkommt - wer weiß? Dann ist er vielleicht doch nicht der Tote. Ich gehe auch davon aus, dass man vom Gesicht nichts mehr sieht. So eine Schrotladung aus kurzer Entfernung ist garantiert verheerend für das Antlitz.

      Mir drückt sich Mrs Douglas zu sehr im Hintergrund herum. Es wurde kurz erzählt, dass sie nicht immer angetan vom Gebaren ihres Gattens ist. Vielleicht steckt da mehr dahinter? Obwohl es bei Sherlock Holmes ja manchmal ist, dass die Lösung ganz anders geartet und vielleicht in den USA zu finden ist.

      Bei TV-Serien kann ich kaum mitreden. Ich schaue recht wenig.

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    5. Ich habe mir 2015 die Gesamtausgabe gekauft und die Bücher dementsprechend auch chronologisch von links nach rechts durch die Ausgabe gelesen. xD Bzw. die ersten drei - die anderen sechs stehen ja dieses Jahr auf der SuB-Leichen-Abbau-Liste. :D Wirklich relevant ist die Reihenfolge allerdings nicht. "Eine Studie in Scharlachrot" als erstes zu lesen ist sinnvoll, weil sie sich da kennenlernen. Und "Die Rückkehr" auf jeden Fall nach "Die Memoiren", weil die beiden Kurzgeschichten darin wie gesagt eigentlich eine Geschichte sind und man sonst das Ende vor dem Anfang liest. :D Aber sonst ist es eigentlich irrelevant. Hin und wieder werden frühere Fälle erwähnt, aber einige davon sind nicht mal zu Kurzgeschichten erzählt worden, von daher macht es nichts, wenn einem die Andeutungen nichts sagen. Und ob Dr. Watson verheiratet ist oder nicht spielt im Grunde auch keine Rolle, weil er so oder so mit Holmes unterwegs ist. Es ist nur die Frage, ob er auch bei ihm lebt oder ob er bei seiner Frau lebt und abgeholt wird. :D

      Tatsächlich kann ich die TV-Serien, die ich in meinem Leben gesehen habe, auch an zwei Händen abzählen: Castle, NCIS, NCIS:LA, Numb3rs, CSI:NY, Supernatural, Shadowhunters, Hawaii Five-O, Sherlock. Und jetzt, wo ich so drüber nachdenke, habe ich davon nur Sherlock bis zum Ende verfolgt. xD Aber das sind ja auch nur zwölf Folgen in Summe. Ich bin auch absolut kein Serienmensch. Wir haben auch weder Netflix noch Amazon Prime und Sky nur für den Fußball. Aber Sherlock habe ich zufällig tatsächlich gesehen. Wegen der Serie wollte ich die Bücher überhaupt nur lesen, weil immer wieder betont wird, mit wie viel Liebe sie ganz unauffällig am Rande Details aus den Büchern aufgenommen haben. Bislang kann ich das nur bestätigen.

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    6. Ich lese die Holmes-Bücher und Kurzgeschichten kreuz und quer, wie ich sie gerade bekomme... Meine erste war (vor Jahrzehnten DER HUND DER BASKERVILLES).
      Als ich mir DAS TAL DER ANGST gekauft habe, dachte ich, dass ich die Geschichte nicht kenne, als ich dann zum lesen angefangen habe war ich mir nicht mehr sicher. Der Anfang kam mir doch sehr bekannt vor. ich kann allerdings nicht sagen, ob ich das Buch schon gelesen habe, oder ob ich das Hörspiel dazu gehört habe.
      Jedenfalls hat mir der Anfang gefallen: Typischer englischer Detektivroman mit einem herausragenden Holmes.
      ich erlaube mir aber auch keine Prognose, wer der Mörder ist, weil ich erstens immer falsch liege, dann enttäuscht bin, dass es nicht mein Verdacht ist, und mir meistens mein Verdacht besser gefällt (auch wenn er oft an den Haaren herbeigezogen ist). Deswegen spare ich mir das. ich habe trotzdem Spaß an den Krimis, vor allem, weil ich Holmes überhebliche und Watsons hilflose Art mag. Die passen gut zusammen.
      Den Anfang mit der Chiffre finde ich sehr unterhaltsam. Wir haben zwar keine Ahnung, aber wir finden die Lösung trotzdem irgendwie....
      ;)
      Gestern habe ich den ersten Teil gelesen, heute kommt der zweite...

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    7. Hey Martin,

      ha, lustig, dann sind wir so ziemlich Gegensätze, was das Lesen der Sherlock Holmes Bücher angeht. :D Nicht nur, dass ich sie in Reihenfolge lese, ich errate auch fast immer, wer der Täter ist. Irgendwie denke ich auf der gleichen Linie wie Doyle. Die Sammlung "Die Abenteuer des Sherlock Holmes" war ganz schlimm. Elf Geschichten (glaube ich) und ich hatte bei der Hälfte den Täter sogar noch schneller ermittelt als Holmes. Das hat es dann leider auch etwas langweilig gemacht, auch wenn die brillanten Deduktionen natürlich trotzdem beeindruckend und unterhaltsam sind.

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    8. @ Jenny: Wir schauen schon Serien, aber eher selten. Bei uns sind es The Walking Dead, Narcos und True Detectives. Game of Thrones haben wir schon zweimal durchgesuchtet. :D Bei uns ebenfalls - kein Prime, kein Netflix - sondern wir kaufen uns die Serien auf DVD und schauen sie, wann wir Zeit und Lust haben. Also, meistens legen wir im Winter einen ordentlichen Serien-Marathon hin. ;)

      Übrigens, ich handhabe es wie Martin, und lese ebenfalls kreuz und quer. Mein erster Holmes-Krimi ist auch "Der Hund der Baskervilles" gewesen. Hat mir gut gefallen und ich war erstaunt, weil hier eher Watson selbst im Vordergrund stand.

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    9. Ich schaue gerne Serien, sogar noch lieber als Filme. Netflix habe ichnauch nixht, nur Prime und Sky, das reicht aber auch schon.
      @jenny: deswegen versuche ich erst gar nicht zu erraten, wer der Täter ist. Allerdings gibt es Autoren, die so plump sind, dass man den Ermittlern immer voraus ist, das mag ich auch nicht. Anders natürlich wenn man den Täter bei seinen Verbrechen begleitet. Aber das kommt bei Holmes ja nicht vor, die Geschichten sind ja immer aus Watsons Sicht geschrieben, jedenfalls fällt mir keine Ausnahme ein.

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    10. @ Nicole: Ein Hoch auf DVDs! xD So gucke ich Serien auch. Ich kann mich allerdings nicht erinnern, wann ich das letzte Mal was anderes als Sport oder Quiz-Sendungen gesehen habe. Letzten Sommer irgendwann noch mal einen Lord of the Rings Marathon, aber sonst bestimmt seit zwei Jahren nichts mehr. Irgendwie kann mich dieses passive Aufnehmen momentan gar nicht überzeugen. :D Aber mein SuB freut sich. :P

      @ Martin: Ich bemühe mich auch immer, es auf mich zukommen zu lassen. Aber das klappt meist nicht. Es ist jetzt nicht so als würde ich das Buch unterbrechen und mir überlegen, wer wohl der Täter sein könnte. Aber es entstehen einfach Ahnungen beim Lesen. Das habe ich bei jedem Buch, sofern es nicht so kompliziert ist, dass es meine gesamte Aufmerksamkeit fordert. Manchmal finde ich das echt nervig, aber ich kann es einfach nicht ausschalten...

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  3. 2) Teil 1: Die Tragödie von Birlstone: Kapitel 5 - Kapitel 7

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    1. Wusst ich's doch. Gefällt mir besser als wenn Barker der Mörder gewesen wäre, der sich an die Frau ran macht. Allerdings finde ich es ein bisschen enttäuschend, wie oft die Toten gar nicht tot sind, sondern sich in den Wänden ihres eigenes Hauses verstecken und ihren Tod vortäuschen. Konkret kann ich mich zwar nur an einen anderen Fall erinnern, in dem das auch passiert ist, aber vom Gefühl her ist das ein Kniff, den Doyle ziemlich häufig verwendet. Dass das die Lösung des Falls ist, wusste ich in dem Moment, in dem Mrs. Douglas Dr. Watson gefragt hat, ob Holmes immer uneingeschränkt mit der Polizei kooperiert. Das gab's nämlich auch schon mal. Da hat Holmes den Fall gelöst und es der Polizei nicht gesagt, weil die jemanden hätte verhaften müssen, obwohl einfach nur der Gerechtigkeit Genüge getan wurde. Eventuell war das sogar der Fall, wo jemand seinen Tod vorgetäuscht hat, wo Holmes die Täuschung nicht gefährden wollte. Ich weiß es nicht mehr genau. Auf jeden Fall war die Frage von Mrs. Douglas für mich ausschlaggebend, dass ich es wusste.

      Jetzt bin ich gespannt, wie interessant oder langweilig der Blick in die Vergangenheit wird. Ich meine, das hätte es in "Das Zeichen der Vier" auch schon gegeben und da fand ich es relativ langatmig, weil es einfach nur eine Erzählung der Ereignisse war, ohne Rätsel und Deduktionen. Hoffen wir, dass es diesmal interessanter wird und dass es nur ein kurzer Exkurs ist, bevor wir, wie Dr. Watson angekündigt hat, wieder in der Baker Street landen.

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    2. Hallo Jenny,
      man darf nicht vergessen dass DAS TAL DES TODES 1915 erschien. Damals war es wohl noch nicht so häufig, dass Tote nicht tot waren, bzw. nicht die Toten sind, für die man sie gehalten hat. Aber ich gebe dir Recht, das kommt erstaunlich oft vor und ist ziemlich ermüdend.
      Ich kann auch die Enttäuschung der Polizei verstehen, von Holmes vorgeführt zu werden, aber so ist er halt. Mir hat dieser Teil gefallen, jetzt bin ich gespannt, wie es weiter geht, aber meine Erwartungen sind nicht sehr hoch... Ich mag diese Art von Rückblenden am Schluss nur, wenn sie kurz sind, aber das scheint nicht der Fall zu sein.
      Und ich hege langsam Zweifel ob Moriarty überhaupt irgendwie damit zusammen hängt. War ein schöner Aufhänger, hat neugierig gemacht aber bisher trat er in keinster Weise in Erscheinung. Und ob sich das ändert bezweifle ich.
      Aber ich lasse mich überraschen...

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    3. Hey Martin,

      du hast vermutlich Recht, dass dieser Kniff damals noch nicht so häufig verwendet wurde. Allerdings bezieht sich meine "Kritik" explizit auf die anderen Sherlock Holmes Bücher von Doyle. Er recycelt seine eigenen Ideen und das finde ich irgendwie enttäuschend.

      Ich könnte mir vorstellen, dass Moriarty noch kommt. Immerhin endete dieser Abschnitt damit, dass Holmes verkündet, dass es noch nicht vorbei ist und etwas Schlimmeres als dieser Geheimbund kommen würde. Aber warten wir es mal ab. Ich hoffe auch, dass sich die Rückblenden kurz halten, weil ich das auch nicht so mag. Aber ja, wir müssen uns wohl überraschen lassen.

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    4. An die anderen Holmes-Geschichten habe ich gar nicht gedacht, aber du hast recht... andererseits machen das viele Autoren, vor allem jene die viel schreiben und irgendwie wiederholt sich überall alles...

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    5. Da stimme ich dir zu. Gerade bei Krimis, wo es darum geht, den Täter zu identifizieren, finde ich das aber echt unglücklich, weil die Geschichten dadurch für mich vorhersehbar und in dem Zuge auch langweilig werden. Das Problem habe ich aber nicht nur jetzt, das hatte ich auch bei Simon Beckett schon. "Kalte Asche", der zweite Band der David Hunter Reihe, war einfach eine 1:1 Kopie von "Die Chemie des Todes".
      Wenn ich Fantasy-Bücher lese, dann weiß ich auch mit ziemlicher Sicherheit, dass der Böse am Ende vernichtet wird. Aber da gibt es die ganze Welt, die ich kennenlernen kann und viele Figuren, deren Reise ich verfolgen kann, sodass es trotzdem Punkte gibt, die mich bgeistern können. Hier gibt es die Deduktionen und Herleitungen von Holmes, die ich richtig interessant finde, weil mein Entlarven des Täters ja auch Metaebene abläuft, während er innerhalb der Geschichte Hinweise finden muss. Mehr aber auch nicht. Der Fokus der Geschichte liegt nicht genug auf den Charakteren als dass ich mich wirklich länger mit ihnen beschäftigen könnte. Und die Welt wird auch nicht ausführlich erklärt, auch wenn sie für mich fremd wäre, weil die Leute in der damaligen Zeit nun mal in genau dieser Welt gelebt haben und keine Erklärung brauchten. Damit bleibt nur der Kriminalfall an sich und die Frage, wer das Verbrechen begangen hat. Und das ist nicht besonders spannend, wenn ich es vorhersehen kann, weil der Autor die gleichen Kniffe schon mal verwendet hat.

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    6. Also, Douglas war doch nicht Douglas. Das mit dem Gesicht hätte mir von Anfang an zu denken geben müssen. Holmes war allen um eine Nase voraus, und die Details zum Tathergang sind geklärt.

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    7. @ Jenny: Du hattest Recht! :D Douglas ist gar nicht tot. Also, so häufig ist mir das (gefühlt) nicht untergekommen, wobei dein Hinweis mit dem Gesicht schon sehr gut war. Bei "Das Zeichen der Vier" fand ich den Vergangenheits-Part besser als die Ermittlungen in der Gegenwart. Da war doch diese Verfolgungsjagd mit dem Schiff, oder? Die fand ich recht langweilig.

      Ach Jenny, du bist aber streng mit den Krimi-Autoren. :D Gerade bei Simon Beckett mag ich den Forensik-Charakter, der ist für mich viel spannender als die Suche nach dem Täter.

      @ Martin: An Moriarty habe ich auch schon gedacht. Irgendwie ist er uns im Lauf der Geschichte abhanden gekommen. Oder steckt der mit dieser Loge unter einem Hut? Oder hat Douglas selbst die Nachricht an Moriarty geschickt, damit der weiß, dass er tot ist?

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    8. @ Nicole: Ja, ich hatte Recht, aber ich hätte lieber Unrecht gehabt. xD Und, witzig, bei "Das Zeichen der Vier" fand ich, sofern ich mich richtig erinnere, die Rückblende echt blöd. :D Kann aber auch sein, dass meine Erinnerung mich da trügt - das Buch habe ich vor fünf Jahren gelesen. Ich könnte auch gar nicht mehr sagen, worum es eigentlich ging...

      Und ja, ich bin streng mit den Krimi-Autoren, weil ich es nicht mag, wenn ich Sachen vorhersehen kann, die eigentlich überraschend sein sollen. xD Tom Clancy zum Beispiel schreibt Politthriller und erzählt auch immer wieder Kapitel aus der Sicht des Täters. Da wird direkt zu Beginn erläutert, was genau der Plan ist, was das Ziel ist und wer die Leute sind. Da stellen sich dann die Fragen: Schaffen die Guten es, die Pläne zu vereiteln, bevor unzählige Menschen sterben? Und wer von den wichtigen wiederkehrenden Charaktere überlebt das nicht? :D Das finde ich super spannend und ich mag sehr, dass gar nicht erst versucht wird, die Identität der Täter geheim zu halten.

      Tatsächlich lese ich aber auch fast nie Krimis, weil sie mich einfach nicht so richtig interessieren. Simon Beckett musste daher jetzt als Beispiel her halten, weil das, glaube ich, die einzigen Krimis sind, die ich jemals gelesen habe. :D Da gab es aber auch noch viele andere Dinge, die mir nicht gefallen haben an den Büchern, also vielleicht ist mir auch deshalb nur so extrem aufgefallen, dass sie beide nach genau dem gleichen Schema ablaufen. xD

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    9. Ach, bei Krimis finde ich es meistens ok, mich stört es bei Thrillern, und zwar genau, was du hier beschreibst. :D Die Guten gewinnen immer und sind meistens auch noch solche Superhelden und Überfliegern, dass einem allein bei der Vorstellung ganz schummrig wird. Dann kriegt der gute Held auch noch das Mädchen - das ihn am Anfang unysmpathisch fand - und rettet nebenher die Welt, indem er sich blind, rückwärts aus einem Helikopter schwingt, während er erfährt, dass der Böse sein totgeglaubter Halbbruder ist. ^^ So etwas halte ich einfach nicht mehr aus.

      Insgesamt lese ich Krimis mittlerweile auch recht selten. Früher habe ich sie geliebt.

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    10. ... So einen Thriller habe ich noch nie gelesen. xD Der Held bei Tom Clancy hat eine Frau Zuhause und führt eine glückliche Ehe mit ihr. Er ist Analyst und dementsprechend intelligent, hat es aber mit Sport nicht so und mit Waffen kann er anfangs auch nicht umgehen, bevor die CIA ihn rekrutiert. Wenn er sich aus einem Helikopter schwingen würde, würde er garantiert abstürzen und sterben. :D :D Also Thriller wie du sie beschreibst, klingen echt schrecklich. xD Aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich Politthriller lese? Da gibt's ohnehin nicht so wie Action, weil es um die politischen Hintergründe geht und nicht um sinnloses Herumgeballer. :D

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    11. Wahrscheinlich liegt es an den Politthrillern, die mag ich weniger. :D Meistens passiert das in Wissenschaftshrillern, die ach so genial sind. ;) Oder im Krimi/Thriller-Bereich kommt das auch recht oft vor. Das finde ich genauso schlimm, wie all die geschiedenen Ermittler, die am Rand des Daseins taumeln und alles besser als ihre Vorgestzten wissen. Und natürlich - ihre Familie (zB gerne die Tochter) wird vom Mörder bedroht.

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    12. Ja, dieses Ermittler-Klischee kenne ich. Meist hängen sie dann auch noch an der Flasche. Ich habe noch nie ein Buch mit einem solchen Ermittler gelesen, einfach weil mich die Vorstellung schon so abschreckt, dass ich es gar nicht versuchen will. :D
      Aber letztlich hat ja jedes Genre so eine klassischen Tropes. In Jugend-Fantasybüchern sind es immer die 17jährigen (Halb-)Waisen, die unerwartet in einer magischen Welt landen, dazu bestimmt sind, alle zu retten und dabei herausfinden, dass die Eltern eigentlich ermordet wurden. Vom Love Triangle mit dem Bad Boy und dem netten Jungen von Nebenan, den sie noch von früher kennt, fange ich gar nicht erst an. xD

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    13. Viellicht haben wir einfach schon zu viel gelesen? XD Bei den meisten Plots und Figuren überdrehen wir ja wahrlich die Augen. Aber es gibt schon etliche Perlchen, die mich einnehmen. Auch wenn Handlung und Figuren vielleicht nicht überraschen, schaffen es schon Autoren mit der Atmosphäre, dem Setting, ... etc. zu überzeugen.

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    14. Oh ja, wenn es gut gemacht ist, dann funktioniert es trotzdem wunderbar. Und, wenn wir mal ehrlich sind, erwarten wir ja auch am Ende eines Krimis, dass der Täter gefasst wird. Am Ende einer Liebesgeschichte, dass sie sich kriegen. Am Ende einer Fantasy-Geschichte, dass die Bösen besiegt werden. Wenn der Weg dahin gut gemacht ist, dann ist das ja auch nicht schlimm.
      Ich habe letztens zum Beispiel ein Buch gelesen, da hat die Protagonistin (Waise, aus armem Haus, nur mit Glück überhaupt an der Akademie) sich schon vor der ersten Unterrichtsstunde den beliebten, überall bekannten Typen mit dem reichen Vater, wegen dem ihn die Lehrer für unantastbar halten etc., zum Feind gemacht. Sie hat ihn gedemütigt, er demütigt sie zurück, sie hassen sich und so weiter. Und dann ist Krieg und sie müssen zusammen kämpfen und enemies-to-lovers (okay, almost lovers, er stirbt dann vorher, aber du verstehst das Prinzip). Das ist auch so ein Klischee. Sie hassen sich und dann lieben sie sich. Aber die Autorin hat mir das so unfassbar gut verkauft, dass ich erst nach einer ganzen Weile überhaupt gemerkt habe, dass ich dieses Klischee gelesen habe. Weil tatsächlich plötzlich Krieg herrscht, Fremde angreifen und ihre Freunde sterben. Das lässt die beiden Figuren insoweit erwachsen werden als dass sie feststellen, dass ihre bisherigen Fehden einfach Kinderkram waren. Ja, sie hat ihm mal die Nase gebrochen, aber das ist lange her und es ist doch völlig irrelevant, wenn gerade Fremde in deine Stadt einmarschieren und deine Familie abschlachten. Sie begraben ihren Groll und kämpfen gemeinsam, um nicht zu sterben. Und dabei stellen sie fest, dass sie sich perfekt ergänzen. Weil sie sich in ihrem Hass früher in den Trainingskämpfen immer darauf konzentriert haben, die Schwächen des anderen auszunutzen. Es ging ihnen um nichts anderes als darum, den anderen zu besiegen. Sodass ihre Kampfstile jeweils extrem von den Schwächen des Gegners geprägt wurden. In dem Moment, in dem sie zusammen kämpfen, habe sie daher fast keine Schwäche mehr, weil sie genau die Lücke verteidigt, in die sie bei ihm sonst immer gestoßen hat. Und andersherum. Und das ist einfach so realistisch beschrieben und wurde mir als eine so natürliche Entwicklung vermittelt, dass mir nicht mal in den Sinn gekommen ist, dass da gerade das enemies-to-lovers Klischee verarbeitet wurde, bis eine Freundin mich darauf hingewiesen hat.
      Lange Rede, kurzer Sinn: Man kann die Dinge, die uns zum Hals heraushängen, so gut verpacken, dass sie sogar als Pluspunkt und authentisch wahrgenommen werden. :D

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  4. 3) Teil 2: Die Srowrers: Kapitel 8 - Kapitel 11

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    1. Wie erwartet gefällt mir die Rückblende nicht besonders gut. Das liegt allerdings weniger daran, dass es einfach nur eine Erzählung ohne Rätsel und Deduktionen ist, sondern mehr an den unfassbar unsympathischen Charakteren. Ehrlich, ich empfinde gerade McMurdo, den Erzähler, als ein so arrogantes, asoziales Arschloch... Wenn irgendein Buch so angefangen hätte wie diese Rückblende, hätte ich es nach zehn Seiten abgebrochen. Ich lese super ungern Geschichten, in denen ich den Protagonisten so unsympathisch finde. Allein schon, weil ich mir dann wünsche, dass er seine gerechte Strafe bekommt, was wie in diesem Fall eher kontraproduktiv ist. xD Der einzige Punkt, der mich ein ganz kleines bisschen neugierig macht, ist die Frage, was er McGinty denn wohl getan hat, dass er jetzt solche Angst vor ihm hat. Ich hoffe, es ist etwas anderes als einfach nur aus der Loge auszusteigen. (Also ich schätze, McMurdo ist jetzt Mr. Douglas, Scanlan könnte Mr. Barker sein und der Tote ist Ted Baldwin.)

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    2. Haha, dem kann ich nichts hinzufügen. Ich empfinde das wie du. Abgesehen von der Ansammlung von Unsympathen fand ich die Rückblende eher langweilig und uninteressant. Und .... zu lang

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    3. Stimmt, zu lang fand ich sie auch. Nicht so sehr, dass ich schon überflogen hätte, aber doch so sehr, dass ich gedacht habe, er könnte jetzt langsam mal zum Punkt kommen...

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    4. Jenny, ich bin ganz bei dir. Unsympathische Protagonisten stören mich eigentlich nicht, aber die Handlung an sich fand ich bis hierhin etwas zäh. Mir kommt diese Freimaurer-Loge wie eine Urklan der Mafia vor.
      Ich bin gespannt, ob du mit deinen Vermutungen bzgl. der Personen richtig liegst.

      Was mich hier auch ein bisschen stört, Doyle macht es sich relativ einfach, in dem er einfach die Figuren so herumtauscht, dass es für die Story passt.

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    5. Ich glaube, das Problem mit diesem Rückblick ist, dass Doyles Bücher so nicht funktionieren. Ich bin daran gewöhnt, dass in Rätseln gesprochen wird und Holmes immer wieder kluge Anmerkungen macht und man sich so langsam der Auflösung nähert. Doyle erzählt nicht einfach Geschichten, die man passiv aufnehmen kann, weil man nur verfolgt, was passiert. Falls ihr versteht, was ich meine. Genau das passiert aber bei der Rückblende. Es ist eine Geschichte und kein Rätsel.

      @ Nicole: Was genau meinst du mit Figuren herumtauschen? Das verstehe ich nicht ganz.

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    6. Ich meine, Doyle switcht zwischen den Identitäten. Eigentlich könnte man zu jeder Figur im Gegenwartsstrang eine Geschichte spinnen, damit sie als Mörder durchgeht. Also, die Personen sind nicht die, die sie zu sein scheinen, und damit steht Doyle jeder Weg offen.

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    7. Ah, okay. Ja, wobei ich nach Beenden des Buches sagen muss, dass es ja tatsächlich nur Douglas ist, der nie ist, wer er zu sein scheint. :D Meine anderen Vermutungen waren ja falsch bzw. lassen sich nicht bestätigen. Bei dem Toten und Baldwin bin ich immer noch unsicher, weil ganz am Anfang der Rückblende erwähnt wird, dass er und McMurdo sich ähnlich sehen. Aber Scanlan und Barker sind ja eindeutig unterschiedliche Personen.

      Dazu fällt mir übrigens auch wieder Simon Beckett ein, der sich das in meinen Augen genauso einfach gemacht hat. xD Mit der Begründung, der Täter bzw. Komplize habe eine psychische Erkrankung und sei nicht zurechnungsfähig, hätte es auch einfach jeder aus dem Dorf sein können. Da gab es dann ja kein Motiv mehr und nichts. Er hat einfach nicht gewusst, was er tat. :D Aber das ist ein anderes Thema. Fiel mir nur spontan jetzt wieder ein.

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    8. Stimmt, mit geistiger Verwirrung hat man als Autor ein praktisches Motiv parat. Von der Seite aus habe ich es - bei Beckett - noch nicht betrachtet. Ich mag hier eher die grauslichen Details der Spurensuche, die unterhalten mich schon sehr gut.

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  5. 4) Teil 2: Die Srowrers: Kapitel 12 - Ende

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    1. Wow, okay, am Ende wurde ich doch noch mal ordentlich an der Nase herumgeführt. xD Wenigstens etwas. Wer McMurdo war, habe ich tatsächlich nicht durchschaut. Mir war entfallen, dass Douglas und Barker sich noch gar nicht so lange kannten, dass Barker damals Scanlan hätte sein können. Also die Enthüllung hat mich tatsächlich überrascht. Das habe ich nicht kommen sehen.

      Ich finde es richtig gut gemacht, wie Doyle mich aus Glatteis geführt hat. Ich dachte die ganze Zeit, McMurdo sei der Erzähler. Weil es immer um ihn geht. Und habe deshalb alles für bare Münze genommen. Dass er so brutal ist, jemanden ermordet hat, rücksichtslos und eiskalt agiert. Erst, als Edwards diese Lügen alle aufgeklärt hat, ist mir aufgegangen, dass ich die ganze Zeit nur Gerüchte und Vorurteile gelesen habe. Dass im Text immer nur steht, was die anderen Leute von ihm halten, sodass es gar nicht SEINE Perspektive ist, sondern die der anderen, die alle auf seine Tricks reingefallen sind. Da ich die ganze Zeit dachte, ich würde die Erzählung aus McMurdos Perspektive lesen, habe ich seine Erzählungen immer für wahr gehalten. :D Tja, da wurde ich noch mal eines Besseren belehrt.

      Ein wenig schade fand ich den Epilog. Es ist stimmig, dass Moriarty den Job nicht unerledigt lassen kann. Aber ich finde es immer schade, wenn im letzten Satz noch schnell jemand ermordet wird...

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    2. Naja.... also .... so wirklich überzeugt hat mich das nicht. Ja, die Wendung war überraschend, aber das ganze blabla davor war irgendwie ... zu langatmig und wenig interessant. Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn man es nicht im Kontext zu Sherlock Holmes gesehen hätte, aber in einem Sherlock Holmes Roman darf man doch auch erwarten, dass Holmes eine größere Rolle spielt und nicht nur im ersten Teil und am Ende seine Auftritte hat.
      Und auf den Hinweis mit Moriarty hätte man auch verzichten können, das klingt im nachhinein doch etwas sehr paranoid.
      Ich glaube der original Holmes hat mich noch nie so enttäuscht wie hier.

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    3. Tatsächlich haben mich die letzten Seiten der Rückblende am meisten überzeugt bei diesem Buch. :D Allerdings reißt das auch nicht mehr so richtig was raus. Im Nachhinein relativiert es ein bisschen, wie unsympathisch McMurdo war. Aber bei solchen Dingen sage ich immer: Das hilft mir alles nicht, wenn ich es nicht bis zum Ende schaffe.

      Moriarty hat mich dagegen nicht gestört. Ich finde es im Gegenteil eher interessant, dass er auch mal in anderen Geschichten auftaucht. Mir kam er tatsächlich im Reichenbachfall viel zu plötzlich. Da hat Holmes ganz plötzlich mit einem alles beherrschenden Verbrecher-Genie zu tun, das nicht mal er zu fassen bekommt, obwohl er seit Jahren von ihm weiß. "Das Tal der Angst" fügt dem für mich endlich ein bisschen Substanz hinzu. Aber ja, ich kann deine Kritik verstehen, wenn man rein dieses Buch betrachtet, dann kommt das wenig überzeugend rüber.

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    4. Wenn Moriartys Rolle größer wäre hätte ich das verstehen können, aber so war er nicht mehr als eine Fußnote... Da hätte Doyle auch noch Irene Adler erwähnen können, das hätte genauso gut gepasst....

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    5. Jetzt habe ich es auch geschafft. Das Ende hat mich schon überrascht, wobei ich mich beim ganzen Vergangenheitsstrang gefragt habe, was das mit unserem Mord in England zutun haben soll. Es war schon recht weit ausgeholt. Also, Douglas war ein Pinkerton-Agent im Zeugenschutzprogramm. ^^ Das fand ich schon gelungen, und dieses Wow am Ende hat es für mich die Durststrecke teilweise gut gemacht. Nur schade, dass es Douglas nicht geschafft hat.

      Naja, Moriarty hätte es nicht gebraucht. Ein kurzes Aufflackern am Beginn, und dann blitzt der Name am Ende noch einmal durch.

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    6. Moriarty ist allerdings ein "großer" Holmes-Gegner, während Irene Adler einfach nur ausnahmsweise mal eine Frau ist, die mit seiner Intelligenz mithalten kann. :D Klar, die Geschichte wäre ohne Moriarty ausgekommen, keine Frage. Aber mir gefällt es, dass er so in mehreren Fällen mal erwähnt wird. Wie ein kleines Easter Egg.

      @ Nicole: Dass der Vergangenheitsstrang erzählt, warum jemand Douglas umbringen will, hatte ich relativ schnell, weil McGinty im Fall in England erwähnt wurde und auch ziemlich am Anfang der Rückblende. Aber weit ausgeholt war es trotzdem, da hast du Recht. Es war einfach irgendwie auch nicht spannend erzählt. In meinen Augen hätte es fast gereicht, wenn in zwei Sätzen erklärt worden wäre, dass er undercover bei der Loge war, die alle hochgehen lassen hat und sie ihn deshalb hassen. Ja, dann wäre uns der Wow-Moment am Ende entgangen, aber ob dieser die vielen langwierigen Seiten vorher wert ist... Ich weiß ja nicht.

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    7. Ich merke schon, du hast auch nicht recht Freude an der Darstellung der Loge gehabt. Meins war es auch nicht so recht, vor allem, weil hier wieder mit den Identitäten gespielt wurde. Das ist auf Dauer ein bisschen langweilig.

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    8. Es hätte richtig spannend sein können mit der Loge, wenn man vorher gewusst hätte, wer McMurdo ist und hätte verfolgen können, wie er Beweise sammelt und so. Und dann wirklich ausgebreitet, was in der Loge so los ist und die Aufträge und so, die ja bis auf die Prügelattacke doch eher einfach nur erwähnt wurden. Wenn es halt ein eigenständiges Buch mit der Handlung gewesen wäre. Aber es ist halt so gar nicht Doyle-Style. Weder meine Fantasie noch wie es tatsächlich gemacht ist. Ermittlungen finde ich wirklich bedeutend spannender.

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  6. Antworten
    1. Kann man lesen, muss man aber nicht... vor allem weil der zweite Teil eher enttäuschend ist.
      https://rosacouch.blogspot.com/2020/04/arthur-conan-doyle-das-tal-des-grauens.html
      Hat übrigens Spaß gemacht diese Leserunde. Ich hoffe mal wieder dabei sein zu können.

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    2. Martin, ich schließe mich dir an. Ich fand den Anfang sehr gut, doch das ist eben nur die Hälfte vom Buch. Der Vergangenheitspart ist ermüdend und hängt durch, dafür fand ich das Wow am Ende recht gut.

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    3. Ich habe lange überlegt, ob ich dem Buch zwei oder drei Sterne gebe. Der erste Teil hätte drei Sterne bekommen für "vorhersehbar, aber unterhaltsam". Allerdings fand ich die Rückblende abgesehen von der Auflösung echt schrecklich. Deshalb habe ich mich schlussendlich für zwei Sterne entschieden. Das spiegelt dann auch wieder, dass das das Holmes-Buch ist, das mich bisher am meisten enttäuscht hat.
      Zur Rezension geht's hier.

      Aber es hat mir gefallen, das Buch mit euch gemeinsam zu lesen, auch wenn das jetzt eine sehr kurze Leserunde war. :D War ja auch ein kurzes Buch. Auf jeden Fall habe ich so eine SuB-Leiche mehr abgebaut, vielen Dank. :)

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    4. Puh, zwei Sterne finde ich wirklich hart, aber gerechtfertigt. :D Bei mir sind es drei geworden, weil es halt doch ein älteres Buch ist, und ich den Anfang nicht schlecht fand. :)

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    5. Wenn ich Punkte verteilt hätte, wären es auch zwei geworden, eben wegen des Anfangs. Der hätte meiner Meinung nach auch mehr verdient, aber das was danach kam war einfach zu langweilig, das hat auch die kleine Überraschung nicht ändern können.

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    6. Ihr seid ganz schön streng. XD Nein, ganz so schlecht fand ich es nicht, auch wenn wir uns ingesamt einig sind. :)

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