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| © Penguin |
| Gina LaManna |
Verlag: Penguin 2023
Seiten: 432
ISBN: 978-3328110088
MEINE BEWERTUNG
- ★★★★★ -
Nicht perfekt, nicht immer sympathisch, dafür sehr unterhaltsam
Bei Anne, Eliza und Penny kommt bei einem Weinabend der Frust über Männer zur Sprache. Was als harmloses Gedankenspiel über Mord beginnt, nimmt jedoch eine unerwartete Wendung, als kurz darauf ein Mann tot aufgefunden wird. Plötzlich stehen die drei Freundinnen im Mittelpunkt der Ermittlungen.
Eigentlich waren es weder der Titel noch der Klappentext, die mich zu „Drei Freundinnen“ greifen ließen. Irgendetwas an der Konstellation der drei Frauen hat mich dennoch neugierig gemacht. Ehrlich gesagt hatte ich sogar eine völlig andere Geschichte erwartet. In meinem Kopf entstand das Bild eines Buchclubs, dessen Mitglieder bei einem Glas Wein darüber sinnieren, wie sie ihre Ehemänner loswerden könnten. Gina LaManna hatte jedoch etwas deutlich Raffinierteres im Sinn, und genau das hat mich positiv überrascht.
Eliza, Anne und Penny könnten unterschiedlicher kaum sein. Die erfolgreiche PR-Beraterin, die erschöpfte Vierfachmutter und die junge Frau mit großen Schauspielträumen führen völlig verschiedene Leben. Dennoch verbindet sie weit mehr als ein Buchclub. Jede von ihnen kämpft mit ihren eigenen Sorgen, stößt psychisch immer wieder an ihre Grenzen und versucht trotzdem, den Alltag irgendwie zu meistern.
Am meisten begeistert haben mich die Figuren selbst. Keine der drei Frauen ist darauf ausgelegt, auf Anhieb liebenswert zu wirken. Sie besitzen Ecken und Kanten, treffen fragwürdige Entscheidungen und verfolgen nicht immer die edelsten Absichten. Trotzdem konnte ich ihre Beweggründe nachvollziehen. Ich mag es sehr, wenn Figuren nicht wie geschniegelt und gestriegelt durchs Leben laufen. Frauen müssen weder die perfekte Karriere hinlegen noch in ihrer Mutterrolle aufgehen oder ausschließlich nach dem großen Liebesglück streben. Sie dürfen unbequem sein, Fehler machen und auch einmal egoistisch handeln. Dadurch gewinnen sie für mich an Persönlichkeit.
Ebenso gut gefallen hat mir der Aufbau der Geschichte. Die Handlung springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, während die Perspektiven der drei Frauen einander abwechseln. Dazwischen streut die Autorin immer wieder Verhörprotokolle ein. Dieses Stilmittel liebe ich. Kaum hatte ich mir eine Theorie zurechtgelegt, folgten neue Aussagen oder Hinweise, die alles wieder in einem anderen Licht erscheinen ließen. Dadurch blieb die Geschichte durchgehend spannend und ließ sich ausgesprochen flüssig lesen.
Nach und nach setzt sich das Gesamtbild zusammen. Die Autorin enthüllt Stück für Stück, wie sich die Freundschaft entwickelt hat, weshalb alle drei Frauen unter Mordverdacht geraten und welche Geheimnisse zwischen ihnen liegen. Dabei balanciert sie zwischen Spannung und Figurenzeichnung sehr gut. Der Kriminalfall bleibt wichtig, doch für mich standen die drei Frauen und ihre Dynamik jederzeit im Mittelpunkt.
Mit der Auflösung hatte ich im Großen und Ganzen gerechnet. Das hat meinem Lesevergnügen aber keinen Abbruch getan, weil sie stimmig wirkte und gut zur Geschichte passte.
„Drei Freundinnen“ hat mich deutlich besser unterhalten, als ich anfangs erwartet hätte. Ich habe Eliza, Anne und Penny sehr gern durch ihre moralisch fragwürdige Situation begleitet. Mehr als einmal war ich überzeugt, eine der Frauen durchschaut zu haben, nur um meine Einschätzung wenig später wieder zu revidieren. Diese Vielschichtigkeit macht für mich den Reiz des Romans aus und sorgt dafür, dass ich das Buch nach der letzten Seite zufrieden zugeschlagen habe.
Eigentlich waren es weder der Titel noch der Klappentext, die mich zu „Drei Freundinnen“ greifen ließen. Irgendetwas an der Konstellation der drei Frauen hat mich dennoch neugierig gemacht. Ehrlich gesagt hatte ich sogar eine völlig andere Geschichte erwartet. In meinem Kopf entstand das Bild eines Buchclubs, dessen Mitglieder bei einem Glas Wein darüber sinnieren, wie sie ihre Ehemänner loswerden könnten. Gina LaManna hatte jedoch etwas deutlich Raffinierteres im Sinn, und genau das hat mich positiv überrascht.
Eliza, Anne und Penny könnten unterschiedlicher kaum sein. Die erfolgreiche PR-Beraterin, die erschöpfte Vierfachmutter und die junge Frau mit großen Schauspielträumen führen völlig verschiedene Leben. Dennoch verbindet sie weit mehr als ein Buchclub. Jede von ihnen kämpft mit ihren eigenen Sorgen, stößt psychisch immer wieder an ihre Grenzen und versucht trotzdem, den Alltag irgendwie zu meistern.
Am meisten begeistert haben mich die Figuren selbst. Keine der drei Frauen ist darauf ausgelegt, auf Anhieb liebenswert zu wirken. Sie besitzen Ecken und Kanten, treffen fragwürdige Entscheidungen und verfolgen nicht immer die edelsten Absichten. Trotzdem konnte ich ihre Beweggründe nachvollziehen. Ich mag es sehr, wenn Figuren nicht wie geschniegelt und gestriegelt durchs Leben laufen. Frauen müssen weder die perfekte Karriere hinlegen noch in ihrer Mutterrolle aufgehen oder ausschließlich nach dem großen Liebesglück streben. Sie dürfen unbequem sein, Fehler machen und auch einmal egoistisch handeln. Dadurch gewinnen sie für mich an Persönlichkeit.
Ebenso gut gefallen hat mir der Aufbau der Geschichte. Die Handlung springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, während die Perspektiven der drei Frauen einander abwechseln. Dazwischen streut die Autorin immer wieder Verhörprotokolle ein. Dieses Stilmittel liebe ich. Kaum hatte ich mir eine Theorie zurechtgelegt, folgten neue Aussagen oder Hinweise, die alles wieder in einem anderen Licht erscheinen ließen. Dadurch blieb die Geschichte durchgehend spannend und ließ sich ausgesprochen flüssig lesen.
Nach und nach setzt sich das Gesamtbild zusammen. Die Autorin enthüllt Stück für Stück, wie sich die Freundschaft entwickelt hat, weshalb alle drei Frauen unter Mordverdacht geraten und welche Geheimnisse zwischen ihnen liegen. Dabei balanciert sie zwischen Spannung und Figurenzeichnung sehr gut. Der Kriminalfall bleibt wichtig, doch für mich standen die drei Frauen und ihre Dynamik jederzeit im Mittelpunkt.
Mit der Auflösung hatte ich im Großen und Ganzen gerechnet. Das hat meinem Lesevergnügen aber keinen Abbruch getan, weil sie stimmig wirkte und gut zur Geschichte passte.
„Drei Freundinnen“ hat mich deutlich besser unterhalten, als ich anfangs erwartet hätte. Ich habe Eliza, Anne und Penny sehr gern durch ihre moralisch fragwürdige Situation begleitet. Mehr als einmal war ich überzeugt, eine der Frauen durchschaut zu haben, nur um meine Einschätzung wenig später wieder zu revidieren. Diese Vielschichtigkeit macht für mich den Reiz des Romans aus und sorgt dafür, dass ich das Buch nach der letzten Seite zufrieden zugeschlagen habe.
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